HTW Chur - SII

InfoWiss Chur

Blog des Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft

Save the Data: RDA-Camp am 2./3. Dezember 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Seit Anfang 2016 wird RDA (Resource Description and Access) in der Katalogisierung eingesetzt. Praktiker und Entwickler stehen nun vor neuen Herausforderungen. Nach und nach entstehen Erfahrungen und Fragen aus der Praxis, die einer Diskussionsplattform bedürfen. Auch die Entwicklung schreitet zügig voran. So bietet das „RDA-Camp“ eine einmalige Möglichkeit, die praktischen Erfahrungen und die theoretische Weiterentwicklung der RDA zu verknüpfen.

Im ersten RDA-Camp vom 2./3. Dezember 2016 an der HTW Chur dreht sich alles um Erfahrungen, Trends und die Weiterentwicklung von RDA.

Eine Weiterbildungsveranstaltung mit Barcamp-Charakter:
Das RDA-Camp folgt der Tradition eines Barcamps, bei dem alle Teilnehmenden als Expertinnen und Experten gelten, über die Themen der Workshops gemeinsam entscheiden und sich aktiv darin einbringen.
Das RDA-Camp wird als „strukturiertes Barcamp“ mit Impulsreferaten und Workshops durchgeführt. Es werden vier bis fünf Workshops angeboten, deren Inhalte im Vorfeld der Veranstaltung bekannt gegeben werden. Weitere Workshops werden ad hoc ausdiskutiert.

Referenten („Key Notes“)
– Christian Aliverti „GND und RDA –Schnittstelle zwischen Kultureinrichtungen?“ (Schweizerische Nationalbibliothek Bern)
– Renate Behrens-Neumann „RDA- Chancen und Perspektiven: „Neues aus den Arbeitsgruppen, Trends und Entwicklungen.“ (Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt a. M.)
– Selina Märchy „Wie formatunabhängig ist RDA wirklich? Umsetzungen des Regelwerks auf verschiedenen Formaten und Systemen.“ (NEBIS-Verbundzentrale Zürich)
– Beat Mattmann „Chancen und Hürden bei der Nutzung von RDA für Archivalien“ (Universitätsbibliothek Basel).

Termin/Dauer: Freitag/Samstag, 2./3. Dezember 2016 ( 2 Tage)

Ort: HTW Chur, Pulvermühlestrasse 57, 7000 Chur

Zielpublikum: Mitarbeitende in Bibliotheken, Archiven und anderen Gedächtnisinstitutionen sowie Studierende der Informationswissenschaft und angrenzender Gebiete.

Preis: CHF 100.- (1 Tag), CHF 180.- (beide Tage)

Eine Einladung mit detailliertem Programm und dem Link zur Anmeldung folgen im September.

Reservieren Sie sich den Termin schon jetzt! Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer und einen regen Wissens- und Erfahrungsaustausch.

Für die Organisationsgruppe der HTW Chur

Ivo Macek
Ekaterina Vardanyan

Churer Schriften zur Informationswissenschaft: Cognitive Map einer Bibliothek

Es gibt eine neue Publikation in den Churer Schriften zur Informationswissenschaft:

 

Stefanie Dietiker

Cognitive Map einer Bibliothek – eine Überprüfung der Methodentauglichkeit im Bereich Bibliothekswissenschaft am Beispiel der Kantonsbibliothek Graubünden

 

Cognitive Maps sind mentale Karten, welche jeder Mensch besitzt. Es handelt sich dabei um eine Reflexion der jeweiligen Umwelt. Cognitive Mapping ist eine Methode, welche diese mentale Karte sichtbar macht. Aufgrund dieser Visualisierung können Erkenntnisse darüber gewonnen werden, was Menschen an einem Ort oder in einem Raum tun und wahrnehmen. Die Methode hat verschiede Anwendungstechniken, welche sich in sechs Kategorien teilen: Aufgabenlösung, Elemente orten, Sketch Map erstellen, Zonen und Gebiete einzeichnen, Weg- und Ortsbeschreibung sowie Kognitive Befragung. Anhand dieser lassen sich Untersuchungen beliebig kombinieren. Die Anwendung von Cognitive Mapping sowie eine einfache Befragung in der Kantonsbibliothek Graubünden hat ergeben, dass die Methode für Bibliotheken sinnvoll ist. Allerdings sollte bei zukünftigen Anwendungen die Punkte Gesamtaufwand, Untersuchungsaufbau, Teilnehmer-Zusammensetzung und Auswertungs-Aufwand angepasst werden.

 

Die Arbeit steht, wie alle weiteren Veröffentlichungen unserer elektronischen Schriftenreihe, zum kostenlosen Download bereit unter:

http://www.htwchur.ch/informationswissenschaft/forschung-und-dienstleistung/churer-schriften.html

Informationsveranstaltungen zu den Studiengängen Information Science

Wir laden alle Interessierten herzlich ein zu unseren Informationsveranstaltungen über die Studiengänge in Information Science:

 

Zürich (Bachelor, Master, MAS)

Mi, 02.03.2016, 17.45-19.15 Uhr

Zentralbibliothek Zürich, Zähringerplatz 6, 8001 Zürich

http://map.search.ch/zuerich/zaehringerplatz-6

 

Basel (Bachelor, MAS)

Mi, 09.03.2016, 17.45-19.15 Uhr

Wirtschaftsarchiv, Peter-Merian-Weg 6, 4052 Basel

http://www.ub.unibas.ch/ub-wirtschaft-swa/wir-ueber-uns/adresse/

 

St. Gallen (Bachelor, MAS)

Mo, 14.03.2016, 18.15 – 19.45 Uhr

Uni-Bibliothek, Dufourstr. 50, 9000 St. Gallen

http://www.unisg.ch/de/universitaet/bibliothek/ueberuns

 

Bern (Bachelor, MAS)

Mi, 16.03.2016, 17.15-19.00 Uhr

Nationalbibliothek, Hallwylstrasse 15, 3003 Bern

http://www.nb.admin.ch/org/adresse/index.html?lang=de

 

Luzern (Bachelor, MAS)

Mo, 21.03.2016, 18.45-20:15 Uhr

Stadtbibliothek, Löwenplatz 10, 6004 Luzern

http://www.bvl.ch/seiten/gemeinden/luz_sta_kontakt.html

 

Chur (Bachelor, MAS, Master)

Infotag 9. April 2016 an der HTW Chur

Digitalisierungsprojekt am SII

160203152335_3803d267c6Das Baugeschichtliche Archiv der Stadt Zürich vertraut auf die Kompetenz des DigiLab-Teams. Historisch wichtige, teilzerstörte Nitrat- und Azetatnegative werden unter besonderen Schutzvorkehrungen digitalisiert. Damit werden Erfahrungen gesammelt um ein ca. 10 Jahre dauerndes Digitalisierungsprojekt aufzugleisen. Ziel ist es, die Baugeschichte der Stadt Zürich zu sichern und online einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Neue Erkenntnisse über Whistleblower

48c3d02835 Schweizer Whistleblower, die sich an Meldestellen wenden, haben grosses Vertrauen in die Medien, verzichten sie doch in ihrer überwiegenden Mehrheit auf Anonymität. An die Meldestellen gelangen eher «kleine Leute» mit ihren kleinen Geschichten, die sich oft auf Arbeitsplatz- oder Nachbarschaftsstreitigkeiten beziehen, während Informantinnen und Informanten mit «grossen Geschichten» direkt investigative Medienschaffende kontaktieren. Journalistisch weiterbearbeitet werden indes nur rund ein Viertel der eingegangenen Meldungen, und nur ein ganz kleiner Teil führt zu Publikationen.

Dies sind Erkenntnisse aus dem Forschungsbericht «Whistleblower und Medien in der Schweiz – Situationsanalyse und Erkenntnisse für die Zukunft», den die Professoren Urs Dahinden und Christian Hauser zusammen mit Vincenzo Francolino und Ruth Nieffer von der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur vorgelegt haben. Der Bericht (siehe Downloads unten) ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts, in dem die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Kommunikations- und Medienwissenschaft und der Betriebsökonomie die Literatur gesichtet, Expertinnen und Experten befragt und das Material von drei Schweizer Meldestellen ausgewertet haben. Das Forschungsprojekt wurde von der Gottlieb und Hans Vogt-Stiftung finanziell gefördert.

Whistleblower sind Menschen, welche Medien oder interne Meldestellen über Fehlverhalten in Unternehmen oder Staatsbetrieben informieren. Über die praktischen Erfahrungen mit Whistleblowern in der Schweiz, über Herausforderungen und Risiken für Medien und Whistleblower und über das dabei oft angewendete Online-Meldeverfahren war bisher noch wenig bekannt.

Die Forschenden geben am Schluss ihres Berichtes Empfehlungen ab: So sollten Journalistinnen und Journalisten kompetent juristisch beraten werden. Es sollten technische Lösungen entwickelt werden, die eine abhörsichere, verschlüsselte digitale Kommunikation zwischen Informanten und Informantinnen sowie Medienleuten ermöglichen. Whistleblowing sollte Thema der journalistischen Weiterbildung werden. Unternehmen und Behörden sollten verstärkt interne Meldestellen aufbauen, damit Missstände organisationsintern behandelt werden können. Der rechtliche Schutz von Wistleblowern in der Schweiz sollte verbessert werden. Zudem sollte eine unabhängige Beratungsstelle für Whistleblower errichtet werden.

Der gesamte Bericht ist online zugänglich unter:
Fachhochschule: http://www.htwchur.ch/whistleblower
Stiftung: http://ghvs.ch/index.php/aktuell/

Weitere Auskunft:
HTW Chur
Dahinden Urs, Prof. Dr.
Tel. +41 (0)81 286 39 02
Fax +41 (0)81 286 24 00
urs.dahinden@htwchur.ch

Gottlieb und Hans Vogt-Stiftung
Blum Roger, Prof. Dr.
Tel. +49 160 80 107 28
mail@roger-blum.ch

Dateien
Whistleblower und Medien in der Schweiz Dahinden et al 2016 (1.4 MB)

Student for a day / BSc Information Science

Gerne laden wir zu unserem „Student for a day“ im Bachelor Studiengang Information Science ein:

 

Dieser findet am Freitag, den 19. Februar 2016, von 13:15 Uhr bis ca. 18:00 Uhr an der HTW Chur statt und „einladen“ meinen wir wörtlich, d.h. die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln übernimmt die HTW Chur!

 

Das Event bietet die Möglichkeit an einer typischen Unterrichtslektion unseres Bachelorstudiums teilzunehmen und sich mit aktuellen Studierenden auszutauschen.

Daneben sind weitere Highlights vorgesehen. Das Programm sowie das Anmeldeformular ist auf der zugehörigen Anmeldewebseite zu finden.

Learning by Making – und es funktioniert!

Die Idee bei einem Makerspace besteht darin, dass man über das Experimentieren und Probieren, über das Machen und Gestalten neues Wissen erwerben oder generieren kann. Es ist keine neue Erkenntnis, dass wir durch körperliche Aktivitäten und aktive Problemlösung mehr und besser lernen als durch passives Zuhören, Zusehen oder Lesen. Dieses Konzept bildet auch die didaktische Grundlage fürs LibraryLab an der HTW Chur: Studierende sollen kreative Problemlösungen finden und Prototypen umsetzen – und dadurch sich mit neuen Technologien vertraut machen.

Im Projektkurs LibraryLab im Herbstsemester 2015 hat eine Gruppe von 28 Studierenden auf eindrückliche Weise gezeigt, dass dieses Prinzip funktioniert. Die Aufgabe im Kurs bestand darin, eine ausgewählte Technologie auf ihren Einsatz in einem Makerspace oder allgemein in einer Bibliothek zu evaluieren und Vorschläge für Workshops mit geeigneten Zielgruppen auszuarbeiten. Am 13. Januar wurden nun die Ergebnisse im neuen (und noch nicht ganz fertigen) Service Innovation Lab (SIL) der HTW Chur präsentiert. Ich kann im Namen der Dozierenden und der externen BesucherInnen sagen, dass das Gezeigte begeisterte. Präsentiert wurden folgende Anwendungen:

  • Google Cardboards: selbst herstellen, eigene Visualisierungen mit Hilfe bestehender Apps erstellen und mögliche Anwendung in einem Museumskoffer
  • MakeyMakey: Reaktionstests zum Erklären menschlicher Wahrnehmung und Entwicklung eines Braille-Boards mit Übung zum Erlernen der Braille-Schrift
  • RaspberryPi: als Prototyp entwickelt wurden ein One-Button-Audiobook-Player, ein einfaches Radio sowie ein Fotoautomat, der eine „personalisierte“ (eigentlich zufällige) Buchempfehlung ausdruckt
  • Touchboard und Conductive Ink: realisiert wurde ein multimediales Buch, in dem die Geschichte von Grabowski dem Maulwurf mit berührungssensitiven Zeichnungen und mit Tönen umgesetzt wurde
  • PirateBox: umgesetzt wurde eine Anwendung für Einführungsveranstaltungen in Bibliotheken
  • iBeacons: der Einsatz zur Vermittlung ortsgebundener Information (Buchempfehlung) und zur Lokalisierung von Standorten in Bibliotheken wurde evaluiert
  • NFC und QR-Codes: die Dozierenden zeigten, dass QR-Codes und NFC interaktive Anwendungen ermöglichen

Die Ergebnisse werden nun noch verschriftlicht und dann in geeigneter Form veröffentlicht. Wir haben vor, eine Webseite zum LibraryLab zu erstellen, auf der wir dann die Konzepte und Anleitungen veröffentlichen können. Für weitere Auskünfte zum LibraryLab steht Prof. Dr. Rudolf Mumenthaler gerne zur Verfügung.

Churer Schriften zur Informationswissenschaft: Barrierefreie E-Books

Neue Publikation in den Churer Schriften zur Informationswissenschaft:

Charlotte Frauchiger:

Barrierefreie E-Books

Die Thematik barrierefreier E-Books setzt sich aus mehreren Aspekten zusammen: Neben barrierefrei gestaltetem Inhalt müssen eine kompatible Reader-Software und eine Ausgabelösung (Screenreader, Ausgabe mit Braillezeile oder über Vergrösserungsbild­schirme) zusammenspielen. Zudem müssen die Nutzer vertraut sein mit der Handhabung der Geräte. Viele Anforderungen für barrierefreie Inhalte sollten bereits bei der Inhalts­erstellung beachtet werden, da sie Voraussetzung für die Grundfunktionen eines nach heutigem Stand produzierten E-Books sind (Durchsuchbarkeit, Navigation, Anpassung an Bildschirmgrösse). Die Spezialanforderungen, die explizit für Barrierefreiheit implementiert werden, können durch Spezialisten in Blindenbibliotheken gelöst werden. Ideale Format­lösung für Barrierefreiheit ist das XML-basierte EPUB3. Mit der Möglichkeit, multimediale Inhalte in EPUB3 einzubinden, bietet sich zum ersten Mal die Chance einer übergreifenden Inklusionslösung. Neben den technischen Aspekten wie Format und Einsatzmöglichkeit von Accessibilitytools, gehören auch die Gewährleistung von Qualitätssicherung und Veranke­rung der Barrierefreiheit innerhalb des Unternehmens zu den wichtigsten Handlungsricht­linien für die Erstellung barrierefreier E-Books.

Die Arbeit steht, wie alle weiteren Veröffentlichungen unserer elektronischen Schriftenreihe, zum kostenlosen Download bereit unter:

http://www.htwchur.ch/informationswissenschaft/forschung-und-dienstleistung/churer-schriften.html

Churer Schriften zur Informationswissenschaft: Videospielturniere in öffentlichen Schweizer Bibliotheken

Neue Publikation in den Churer Schriften zur Informationswissenschaft:

Simon Schultze

Videospielturniere in öffentlichen Schweizer Bibliotheken. Ein Pilotprojekt der St. Galler Stadtbibliothek Katharinen

Diese Arbeit behandelt das Thema Videospielturniere in öffentlichen Schweizer Bibliotheken. Den praktischen Teil dieser Arbeit bildet das Pilotprojekt in Form eines Videospielturniers in der Stadtbibliothek Katharinen in St.Gallen. Als Grundlage für die Auswertungen dienen sowohl Beobachtungen wie auch Befragungen der Teilnehmerinnen des Turniers. Ziel war einerseits, die Wirkung des Videospielturniers auf die Stadtbibliothek und Teilnehmerinnen zu dokumentieren, und andererseits, allfällige Mängel und Verbesserungsoptionen für die Organisation künftiger Veranstaltungen zusammenzufassen.

Die Arbeit steht, wie alle weiteren Veröffentlichungen unserer elektronischen Schriftenreihe, zum kostenlosen Download bereit unter:

http://www.htwchur.ch/informationswissenschaft/forschung-und-dienstleistung/churer-schriften.html

Save the date: 05. November 2015, Chur, Café Merz, 18:00 bis 19:30 Uhr

Der gläserne Mensch in Zeiten von «Big Data»

Spätestens seit den Veröffentlichungen von Edward Snowden wissen wir, dass auch unsere privaten Daten in grossem Stil gesammelt und ausgewertet werden. Dadurch entstehen «gläserne Menschen». Die Brisanz an «Big Data» ist, dass sich sogar anonym erhobene, grosse Mengen von Daten einzelnen Personen zuordnen lassen. Datenschützer und Datenschützerinnen warnen daher eindringlich vor Missbrauch und Kontrollverlust. Aber können wir unsere Privatsphäre überhaupt noch schützen?

Expertengespräch zur Datensicherheit

Um dieser Frage nachzugehen, lädt die HTW Chur am 5. November (Veranstaltungs-Link) im Rahmen von «Forschung live» und dem Wissenschaftscafé Chur zur Diskussion mit Expertinnen und Experten ein. Diese kommen aus der Wissenschaft, der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung. Damit wird gewährleistet, dass alle Interessen gut vertreten sind. Der kantonale Datenschutzbeauftragte, Thomas Casanova, vertritt die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger. Iris Kornacker von der Swisscom und Wolfgang Zimmermann vom Migros-Genossenschafts-Bund geben einen Einblick in die Big-Data-Tätigkeiten der Wirtschaft. Ich selbst werde aus der informationswissenschaftlichen Perspektive auf das Thema eingehen. Der Abend wird moderiert von Martina Vogel, Inhaberin der Kommunikationsagentur comm.versa.

Datenmengen stellen Unternehmen vor Herausforderung

Getrieben durch neue Technologien und technische Geräte wurden 2013 mit 27,3 Zetabytes (27,3 Milliarden Terabyte) in einem Jahr so viele Daten produziert wie in den vergangenen 5000 Jahren zusammen. Alleine bei YouTube werden pro Sekunde 300 Stunden Videomaterial hochgeladen. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass sich das weltweit angesammelte Datenvolumen alle zwei Jahre verdoppeln wird. Dadurch stehen Unternehmen vor der Herausforderung, immer grössere Datenmengen speichern, verwalten und analysieren zu wollen, um diese für ihre Geschäftsprozesse optimal verwerten zu können.

Selbstbestimmt in der digitalen Welt

Der richtige Umgang mit diesen Datenmengen muss gelernt werden. Dabei kommt es besonders auf zwei Dinge an: Erstens müssen Instrumente entwickelt werden, mit denen aus Daten nützliches Wissen generiert werden kann. Zweitens muss bei allem technischen Fortschritt gelernt werden, dass man sich sicher und selbstbestimmt in der digitalen Welt bewegen kann. Die Expertinnen und Experten müssen in der Lage sein die heterogene Datenmenge angepasst an die jeweilige Zielgruppe zu strukturieren, zu kanalisieren und aufzubereiten, um Nutzenden die benötigte Information und damit einen Mehrwert zu bieten. Darüber hinaus besteht die Anforderung, zahlreiche digitale Inhalte langfristig für die Nachwelt zu sichern und referenzierbar zu machen. Dabei geht es nicht nur um technisch-infrastrukturelle Aspekte, sondern auch um ökonomische, rechtliche, politische, soziale und ethische Fragestellungen im Zusammenhang mit Daten und Information.

Spannungsfeld Wissen – Information – Mensch

Mit «Data Science» etabliert sich als Ergänzung zur klassischen Informationswissenschaft zunehmend eine Disziplin, die sich den aktuellen Themen der Analyse und Aufbereitung grosser Datenmengen widmet. Der Master-Studiengang «Information and Data Management» (http://www.htwchur.ch/informationswissenschaft/master-studium.html) der HTW Chur bildet Expertinnen und Experten für praktische, theoretische und wissenschaftliche Tätigkeitsfelder im Spannungsfeld Wissen – Information – Mensch aus.

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