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InfoWiss Chur

Blog des Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft

Auch Bibliotheken suchen Usability Engineers

Oftmals ist es für Studierende (oder Studiums-Interessierte) der Informationswissenschaft nicht auf den ersten Blick offensichtlich, wie die Interdisziplinarität unseres Studiengangs in der Praxis auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt wird, da nicht unbedingt immer konkret nach einem „Informationswissenschaftler“ gefragt wird. Viele Personalabteilungen sind leider oftmals nicht im Bilde darüber, dass ein/e Informationswissenschaftler/in genau in ihr Profil passen würde — ein Aspekt, dem wir in unseren Werbemassnahmen im kommenden Jahr besondere Beachtung schenken werden.

Ein passendes Beispiel dafür, wie auch insbesondere die Inhalte des Master-Studiums Information Science auf neue Tätigkeitsbereiche in den „klassischen“ Berufsfeldern von Bibliotheken vorbereiten, zeigt eine aktuelle Stellenausschreibung aus Deutschland: So sucht die Abteilung Digitale Bibliothek und wissenschaftliche Dienste der technischen Informationsbibliothek Hannover (TIB) gegenwärtig eine Mitarbeiterin oder Mitarbeiter User Experience / Usability Engineer. Dabei sind ausdrücklich auch Master-Absolventen eines informationswissenschaftlichen Studiengangs angesprochen. Es zeigt, wie Design und Evaluation von Benutzeroberflächen auch für Bibliotheken zunehmend von Bedeutung sind und warum diese Themen auch Bestandteile des Studiums der Informationswissenschaft an der HTW Chur sind.

2 Kommentare

  1. Nathanael Hofer

    12. Dezember 2012 at 16:05

    Vielen Dank für diesen interessanten Hinweis, Sascha.

    Ich bin begeistert, dass sich eine öffentliche Institution für diesen zentralen Schnittstellenbereich eine Vollzeitstelle leistet. Das zeugt von hoher Kundenorientierung. :)

    Die Aufgabenstellung macht einen durchdachten Eindruck und zumindest im Bereich des Hi-Fi UI Wireframing scheint mit Axure auch eine gute Tool-Unterstützung gewährleistet zu sein.

    Spannend wäre noch zu erfahren, wie die Stelle in den Projektkontext eingebettet und mit welchen Kompetenzen sie ausgestattet ist. Weiterhin frage ich mich, was für ein Konzept sich wohl hinter der geplanten „Usability-Einheit“ verbirgt und wie viele Applikationen mit wie vielen Use Cases denn in der Verantwortung der TIB stehen.

  2. Lieber Sascha Beck,

    ich würde an dieser Stelle ergänzen, dass wir in der ZBW auch seit mittlerweile fast zwei Jahren auch schon sehr gute Erfahrungen gemacht haben mit unserer Usabilityexpertin Steffi Linek und ihrem Team. Wen es interessiert, hier ein Videopodcast mit ihr: http://www.youtube.com/watch?v=r12x7zpkmTI und hier noch ein Interview, in welchem sie auch das Usability-Labor erklärt.
    http://www.zbw-mediatalk.eu/2011/05/drei-fragen-und-antworten-zum-usability-lab/

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