HTW Chur - SII

InfoWiss Chur

Blog des Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft

Autor: J. Widmer

Hallo Welt

Wie es die Tradition des Studiengangs Informationswissenschaft so will, laden die Studierenden des dritten Semesters herzlich zu einem gemütlichen Weihnachtessen ein. Es ist auch für das Team der Klasse IW11vz etwas Besonderes, da es letztes Jahr kein solches Fest gab. Eingeladen sind alle, die hier in Chur innerhalb des Studiengangs IW aktiv sind: Studenten, wissenschaftliche Mitarbeiter und Dozenten.
Bei entspannter und festlicher Atmosphäre wird gemeinsam bei Spiel und Spass ein gutes Essen genossen und sich rege ausgetauscht.
Stattfinden wird der Anlass im Hotel drei Könige in Chur. Für Studenten, die sich dafür es interessieren, wird zuvor eine Führung durch das Medienhaus „Chasa RTR“ angeboten.
Als Menü lockt ein Kürbissüppchen mit Kernöl zur Vorspeise, Pouletgeschnetzteltes an Curry mit Reis zur Hauptspeise und Grossmutters gebrannter Crème mit Vanilleeis als süsse Krönung zum Dessert. Für jene, die es fleischlos mögen, bieten wir als Hauptgang stattdessen eine vegetarische Variante von Älplermakkronen mit Apfelmus an.
Vor und nach dem Essen finden zu dem zwei Spielrunden statt. Für gute Unterhaltung ist also gesorgt :)

Deswegen zögert nicht und meldet euch heute noch für das Weihnachtessen 2012 an! Die Einladung wartet schon länger in eurer Mailbox! ;)

Es grüsst das Orgateam: Flurina Hounder, Diane Golay, Florence Reusser und Jennifer Widmer

Infocamp 12, Erfahrungsbericht einer Studentin

(Mal vorne Weg, es geht hier nicht um eine inhaltliche Auseinandersetzung des Infocamps sondern eher um einen Erlebnisbericht. Inhaltliche Referenzen etc. findet man auf der InfoCamp-Seite: www.Infocamp.ch .)

Am 7. und 8. September fand an der HTW Chur das Infocamp statt. Mir war klar, dass es eine Art Fachtagung sein wird, aber da ich noch nie auf einem Barcamp oder einer Unkonferenz war, konnte ich mir nichts konkretes darunter vorstellen. Dennoch hielt ich es für eine einmalige Gelegenheit aktuelle und zentrale Thematiken der IW zu diskutieren.
Ich hoffte es würden einige andere Studenten da sein, allerdings wurde ich in dieser Hinsicht enttäuscht. In jeder anderer Hinsicht allerdings wurden meine Erwartungen übertroffen.

Neben der absolut hervorragenden Verpflegung mit Kaffee, Wasser, Sandwich, Gipfeli etc. und nicht zu vergessen Churer Bier, war die Konferenz auch eine persönliche und geistige Bereicherung.

Eine Unkonferenz oder auch Barcamp ist eine Tagung, in der die Diskussionsthemen noch nicht vorgegeben sind. Jeder kann seine Interessensgebiete einbringen und es wird vor Ort entschieden, welche Themen in den Sessionen besprochen werden.
Bei uns wurden die Themen und der genaue Ablauf der Konferenz per Mehrheitsentscheid bestimmt, was nicht so einfach war, aber den deutschen Konferenzteilnehmern, unser demokratisches System etwas näher brachte ;).

Schlussendlich haben wir uns auf sechs Themen für den ersten Tag geeinigt, wobei in zwei Sessionen jeweils drei Themen parallel besprochen wurden. Die Themen waren:
1. Session:
Open Access Zeitschrift – (eher ein Thema für Eingeweihte)
Informationskompetenz
Social Media

2. Session
Berufsbild
Forschungsunterstützung / Open Access
Digitale Medien / Wiki

(Näheres zu den Inhalten der einzelnen Diskussionsthemen sind auf der Infocamp-Homepage zu finden. www.infocamp.ch)

Bevor wir allerdings ans Diskutieren gingen, durften wir noch zwei Key Notes , also zwei einstimmende Kurzvorträge von Fachleuten mitverfolgen. Der eine über Ebay und Open Access der andere über die Benutzerfreundlichkeit von Bibliothekskatalogen.

Dann ging es los.
Die Diskussionen waren anregend und die Teilnehmer sehr heterogen. Dozenten, Wissenschaftler, Bibliothekare, Alumni und auch einige Fachnahe, aus Deutschland und der Schweiz und zwei Studenten der HTW waren vertreten.

Für mich war nicht nur die inhaltliche Auseinandersetzung in den Diskussionsrunden interessant, sondern auch die Gespräche die sich während den Kaffeepausen ergaben. Zudem wurde mit diversen Medien gearbeitet, Livestream, Etherpad, Twitter und natürlich der Homepage des Infocamps. (Twittereinträge sind nachzulesen unter dem Tag: #icamp12). So habe ich auch in Bezug „Anwenderkompetenz von Medien“ dazugelernt.
Am Abend ging man gemeinsam in die Stadt um etwas zu trinken, was sehr amüsant war und zu interessanten Gesprächen führte.

Am zweiten Tag wurden dann die Themen für die 3. Session bestimmt. Dies war eine etwas längere Sitzung in der man zwei Stunden Zeit hatte und evtl. nochmal ein Thema aufgreifen konnte, welches man am ersten Tag schon andiskutiert hatte.

Es bildeten sich drei Gruppen:
Nochmal Open Access Zeitung
Publikationsunterstützung / -beratung
Und ein Wikipedia-Workshop

Ich nahm am Wikipedia-Workshop teil, welcher sehr Informativ war. Daniel Mietchen nahm alle unsere Anregungen auf, zeigte uns die Funktionsweise von Wikipedia und beantwortete alle Fragen zielgerichtet und kompetent.

Schlussendlich trug man im Plenum nochmal die Erkenntnisse des zweiten Tages zusammen und nahm dann schnell oder auch eher langsam Abschied von den anderen Konferenzteilnehmern.

Mein Fazit:
Viel Interessantes zu IW gehört, viele nette interessante Menschen kennengelernt, endlich mal Twitter gebraucht, erste Erfahrungen mit einer Fachkonferenz gemacht, eine Ahnung was ein Barcamp ist, neu ein Benutzerkonto bei Wikipedia, flüchtige Bekanntschaften vertieft, mit Herr Semar ein Bier getrunken ;), Etherpad kennen gelernt, interessante persönliche Gespräche geführt, viele gute Inputs zum Studium bekommen…. Die zwei Tage haben sich also absolut gelohnt.

Ich möchte noch meinen Dank aussprechen:
An Nathanael und Fabian für die Gesellschaft.
An alle Barcampteilnehmer für die interessanten Diskussionen und persönlichen Gespräche.
Herr Mietchen für den Wikipedia-Workshop.
Und natürlich an die Organisatoren der Unkonferenz, die alles erst ermöglichten…

Allen Kommilitonen die nicht dabei waren möchte ich noch sagen: Ihr habt etwas verpasst!
Aber wahrscheinlich gibt es nächstes Jahr das Infocamp13. Ich freue mich jedenfalls schon.

Wie erklärt man Informationswissenschaft?

Unser Dozent in Bibliothekswissenschaft, der auch Studienleiter unseres Informationswissenschaftslehrgangs ist, hat uns während unserer Exkursion in St.Gallen gefragt, wie man das Fach Informationswissenschaft potenziellen Neustudierenden richtig vermitteln kann.

Das ist tatsächlich ein nicht ganz einfaches Unterfangen, fühle ich mich oft selbst genötigt diese Erklärung abzugeben wenn ich gefragt werde, was ich studiere. Der Begriff Informationswissenschaft sagt den meisten Leuten nichts, sie können das Themenfeld, auf das sich der Begriff Information bezieht, nicht zuordnen. Am meisten wird noch die Verknüpfung mit Informatik gemacht.

Wenn ich dann erkläre unser Studiengang sei eine Mischung aus Bibliothekswissenschaft, Archivwissenschaft und Informationswissenschaft, ist dies den meisten Leuten genug Erklärung. Bibliothek und Archiv sind Worte die die Leute kennen, den Begriff Informationswissenschaft klammern die meisten einfach aus. Nur ganz wenige Interessierte fragen wirklich nach, was denn jetzt Informationswissenschaft ist. Deshalb ist der Name des ganzen Studiums mit dem Titel Informationswissenschaft aus meiner Sicht auch etwas unglücklich gewählt. Ein besserer Begriff fällt mir aber auch nicht ein.

Die Frage meines Dozenten liess mich nicht mehr los und da ich ein grosser Liebhaber von  Metaphern bin, hab ich nach einem passenden Vergleich gesucht. Ich habe dann auch einen Vergleich gefunden und diese Erklärung an meinen Kommilitonen getestet. Diese fanden meinen Vergleich gut. Und da Herr Semar gerne hätte das wir einen Blogeintrag schreiben und ich den Vergleich gelungen fand, möchte ich die Blogleser daran teilhabenlassen.

Informationswissenschaftler ist für den Bibliothekar in etwa dasselbe wie der Elektrotechniker für den Informatiker. Der Elektrotechniker stellt die elektronischen Handwarekomponenten für einen Computer her. Der Informatiker arbeitet mit dem Computer. Der Informationswissenschaftler stellt Datenbanken und andere Grundlagen zur Verfügung, welche vom Bibliothekar genutzt werden.

Mir ist klar, dass der Vergleich nicht perfekt ist, vor allem wenn man etwas tiefer geht. Aber für eine erste Grundinformation zur Informationswissenschaft finde ich ihn ziemlich tauglich. Es gibt fachfremden Personen einen ungefähren Eindruck was man mit Informationswissenschaft verbinden kann.

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