HTW Chur - SII

InfoWiss Chur

Blog des Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft

Autor: sharon (Seite 2 von 3)

Der grüne Weg: Erfolgsroute oder Sackgasse?

Im Rahmen der Masterstudienrichtung Information and Data Management an der HTW Chur verfassen Studierende im Modul „Informationsethik“ bei Prof. Rainer Kuhlen als Teil des Leistungsnachweises zu einer These ein Essay. Ausgewählte Essays aus dem Herbstsemester 2016 werden hier im Blog vorgestellt.

Der grüne Weg: Erfolgsroute oder Sackgasse?
Eine Diskussion institutioneller Open Access-Mandate aus informationsethischer Perspektive

Ein Essay von Susanne Manz

Universitäten und andere Forschungseinrichtungen verpflichten ihre Angehörigen zunehmend dazu, die Ergebnisse ihrer Arbeit Open Access – also für jedermann frei zugänglich – zu publizieren. Eine Haltung, die mittlerweile auch von zahlreichen Förderinstitutionen wie dem Nationalfonds unterstützt wird, um der Öffentlichkeit den kostenlosen Zugang zu diesen Publikationen zu ermöglichen. Jener Öffentlichkeit notabene, die über Steuergelder genau diese Forschung überhaupt erst ermöglicht, die heute aber nicht selten gleich dreifach dafür bezahlen muss: Zuerst für die Forschung, danach für die Begutachtung durch andere Forscher und schliesslich für den Zugriff auf die veröffentlichten Resultate.

Doch wo die einen von Fairness und öffentlichem Interesse sprechen, protestieren auf der Gegenseite viele Wissenschaftler gegen die Beschneidung ihrer Publikationsfreiheit und fürchten um ihre Karrieren in einem Umfeld, das sich nach wie vor stark am Journal Impact Factor orientiert. Unterstützt werden die Autoren dabei von den kommerziellen Verlagen, die ihre lukrativen Geschäftsmodelle in Gefahr sehen. Im öffentlichen Diskurs wird dann nicht selten mit der ganz grossen Kelle angerichtet: Das reicht von Warnungen vor „Staatsverlagen“ bis hin zur UN-Menschenrechtsdeklaration, die durch Open Access-Mandate gefährdet würde.

Wie ist dieses Dilemma aus einer informationsethischen Perspektive zu beurteilen? Das vorliegende Essay diskutiert die verschiedenen Argumente und versucht aufzuzeigen, wie die Interessen der beteiligten Akteure besser miteinander vereinbart werden könnten.

Das ausführliche Essay kann hier heruntergeladen werden: Essay Open Access von Susanne Manz

Informationsveranstaltungen zu den Studiengängen Information Science

Wir laden alle Interessierten herzlich ein zu unseren Informationsveranstaltungen über die Studiengänge in Information Science:

„Student for a day“ im Bachelor Studiengang Information Science – Zürich

Freitag, 7. April 2017, von 13:00 Uhr bis ca. 16.30 Uhr in den Räumlichkeiten der HWZ Zürich (Sihlhof), Lagerstrasse 5.

Sie werden bei dem Event die Möglichkeit haben einer typischen Unterrichtslektion beizuwohnen und sich mit aktuellen Studierenden auszutauschen. Es sind aber noch weitere Highlights vorgesehen, das Programm sowie das Anmeldeformular ist auf der zugehörigen Anmeldewebseite.

Ein individueller Unterrichtsbesuch ist nach vorheriger Anmeldung ebenfalls zu jeder Zeit möglich.

Infotag (Bachelor, MAS, Master) – Chur

Samstag, 25. März 2017, von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr an der HTW Chur, Pulvermühlestrasse 57.

Am Infotag werden die Studiengänge der HTW Chur in Präsentationen durch die Studienleitenden vorgestellt. Für Auskünfte stehen Ihnen anschliessend Studienleitende, Mitarbeitende und Studierende zur Verfügung. Zwischen den Präsentationen wird in der Aula ein Marktplatz eingerichtet, wo Sie sich unabhängig von den Präsentationszeiten informieren können.

Das Programm sowie das Anmeldeformular ist auf der zugehörigen Anmeldewebseite.

Big Data, Data Science und Industrie 4.0 – Masterabsolventen im Gespräch

Angesichts der wachsenden Flut von Daten in der Wirtschaft, öffentlichen Institutionen und allen wissenschaftlichen Disziplinen wird die Herausforderung immer grösser, aus den gesammelten Daten relevante Erkenntnisse zu gewinnen. Um von der rasanten Entwicklung nicht abgehängt zu werden, braucht es das spezifische Know-how von Datenspezialisten. Zwei Absolventen der Masterstudienrichtung Information and Data Management berichten im neusten Blogbeitrag von ihren Erfahrungen im Berufsalltag.

Big Data, Data Science und Industrie 4.0

Neuerscheinungen in den Churer Schriften zur Informationswissenschaft

Es gibt spannende, neue Publikationen in den Churer Schriften zur Informationswissenschaft:

Fabian Muster: Datenstrategiemodell – Ein Referenzmodell zur Entwicklung von Datenstrategien

Das Potenzial zur Steigerung der Profitabilität mittels Daten ist enorm – genutzt wird es hingegen vielfach zu wenig. Vielen Unternehmen fehlen die notwendigen Qualifikationen oder aber es fehlt am notwendigen Bewusstsein, um dieses Potenzial auszuschöpfen. Die vorliegende Arbeit bietet ein Referenzmodell für Datenstrategien, wie ein Unternehmen aus betrieblicher Sicht mit Daten umzugehen hat, um diese effizient nutzen zu können. Dabei werden die relevanten Bausteine einer erfolgreichen Datenstrategie identifiziert und zu­sammen mit relevanten Unternehmens- und Strategiefunktionen mittels Handlungs­anweisungen in eine erfolgreiche Transformation überführt. Zur Unterstützung werden zudem Vorlagen zu einer Roadmap, Maturitätsbewertung und einem Rollenkonzept mit­gegeben, die diese Arbeit praktikabel machen.

Sandro Lorenzo: Bibliotheken und Integration – Aspekte der interkulturellen Bibliotheksarbeit und deren Einfluss auf die Integration von Migranten und Migrantinnen sowie Menschen mit Migrationshintergrund in der Deutschschweiz mit einem Fokus auf den deutschsprachigen Teil des Kantons Bern

Das Thema Bibliotheken und Integration bezogen auf Migranten und Migrantinnen sowie Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigt viele interkulturelle und Öffentliche Biblio­theken sowie in geringerem Masse auch Berufsschulmediotheken. Im Rahmen dieser Bachelorarbeit werden diesbezügliche bibliothekarische Einrichtungen der Deutschschweiz und insbesondere jene aus dem deutschsprachigen Teil des Kantons Bern betrachtet. In Form von unterschiedlichen Aktivitäten und Angeboten richten sie sich an die vermeintlichen Zielgruppen. Im Vordergrund dieser Arbeit stehen eine Ist-Erhebung und Beschreibung der interkulturellen sowie fremdsprachigen Bibliotheksbestände und -aktivitäten und die damit verfolgten Ziele. Erstmals werden in diesem Zusammenhang integrative Wirkungen hinsicht­lich der Nutzung einer Berufsschulmediothek durch Integrationsklassen mittels bivariater Analysen statistisch beschrieben.

Johannes Reitze: Was öffentliche Bibliotheken meinen, wenn sie vom Dritten Ort sprechen

Diese Bachelorarbeit untersucht, wie öffentliche Bibliotheken in der Schweiz das Konzept des Dritten Ortes auslegen. Die Interpretationen sind vielfältig, da seit der Einführung des Konzeptes durch den amerikanischen Soziologen Ray Oldenburg 1989 verschiedene Faktoren auf Bibliotheken eingewirkt und ihre Aufgaben beeinflusst haben, am stärksten die Digitalisierung. Um herauszufinden, was Bibliotheken meinen, wenn sie vom Dritten Ort sprechen, wurden insgesamt 128 öffentliche Bibliotheken der Schweiz ausgewählt und untersucht, ob sie den Begriff verwenden. Gut 10% der analysierten Bibliotheken verwen­deten den Begriff in ihren öffentlich einsehbaren Quellen, die restlichen Bibliotheken tun das entweder nicht oder bieten keine Quellen an, die einen Rückschluss auf ihre Tätigkeiten ermöglichen würden. Die Bibliotheken Biel (BE), Effretikon (ZH), Köniz (BE) und die Kantonsbibliothek Nidwalden (NW) wurden als Fallbeispiele ausgewählt und die Biblio­theksleitenden zum Konzept des Dritten Ortes interviewt.

Die Arbeiten stehen, wie alle weiteren Veröffentlichungen unserer elektronischen Schriftenreihe, zum kostenlosen Download bereit unter:

Big Data − was gebe ich preis?

Was wir im Internet tun, zeigt, wer wir sind.

Multinationale Firmen sammeln unsere Daten und verkaufen sie angeblich anonymisiert weiter. Es zeigt sich aber, dass diese Daten ganz und gar nicht anonymisiert sind. Ein Tool, das eigentlich ein Sicherheitsschutz für das Surfen sein soll (Web of Trust, WoT), ist in Wirklichkeit eine Beobachtungssoftware. Die Software zeichnet im Hintergrund das Surfverhalten des Nutzers auf und sendet diese Daten an einen Server im Ausland. Dort wird ein Profil erstellt, bei dem Datum, Uhrzeit, Ort und angesteuerte Web-Adresse gemeinsam mit einer Nutzerkennung abgespeichert werden. Diese Daten gehen dann an Zwischenhändler, die sie auf dem Datenmarkt zum Verkauf anbieten.

Quelle: 8thBridge 2013, Grafik: Südostschweiz

Quelle: 8thBridge 2013, Grafik: Südostschweiz

Die Web-Verläufe geben alle Geheimnisse aus dem Berufs- und Privatleben preis. Damit wird unsere Privatsphäre in keinster Weise mehr respektiert. Experten haben sich diese Datensätze angesehen und konnten viele Nutzer eindeutig identifizieren. Zum Beispiel über E-Mail-Adressen, in denen der Name steht, oder Anmeldenamen und andere Bestandteile aufgerufener URLs. Darin sind auch Namen, Anschriften, Telefonnummern und E-Mail-Adressen von Bekannten und Verwandten enthalten. Kriminelle könnten somit Personen mit den Details zu ihrem Surfverhalten erpressen.

 

 

Dieser Beitrag von Wolfgang Semar erschien in der Printausgabe der Zeitung Südostschweiz vom 13.12.2017. Download des Artikels

Ein ausführlicherer Bericht ist auf dem Blog Wissensplatz zu finden: http://wissensplatz.htwchur.ch/big-data-welche-daten-gebe-ich-preis/

Vom Studenten in Information Science zum Leiter Informationsdienstleistungen beim Wirtschaftsdachverband economiesuisse

Sebastian Brassel diente das Bachelorstudium Information Science als Sprungbrett in den Bereich Informationsdienstleistungen. Erfahren Sie mehr zu seiner Tätigkeit als Leiter Informationsdienstleistungen beim Wirtschaftsdachverband economiesuisse und lesen Sie, wovon er vom Studium besonders profitieren konnte.

Das Bachelorstudium Information Science als Sprungbrett

Verstaubte alte Glasplatten, teilweise sogar zerbrochen… – ein Bericht aus dem Digitalisierungslabor

Verstaubte alte Glasplatten, teilweise sogar zerbrochen. Darauf fotografisch festgehalten eine Landschaft und Personen, die einen Berg besteigen. So und ähnlich kann man alte fotografische Aufnahmen auf Glas antreffen.

Im Digitalisierungslabor des Schweizerischen Instituts für Informationswissenschaft (SII) werden solche Kulturgüter gereinigt, konserviert und / oder digitalisiert, damit diese auch unserer nächsten Generation ihre Geschichten erzählen können.

Michael Aschwanden, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, gibt anlässlich des vergangenen UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbe einen Einblick in die Tätigkeit im Digitalisierungslabor des SII:

Frauen am Berg

 

Einlicke in die Arbeit am Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft – Mara Hellstern, Usability Engineer, erzählt…

Mara Hellstern,  ehemalige Information Science Studentin und Leiterin des Usability Lab an der HTW Chur, erzählt im neusten Blogbeitrag vom Wissensplatz aus ihrem Berufsalltag.

Mich interessiert nicht nur, ob die Dinge schön sind, sondern auch, ob sie funktional sind

Neuerscheinungen in den Churer Schriften zur Informationswissenschaft

Stellenausschreibung „IT-/Projekt-Mitarbeiter/in Fachbereich Archivsysteme (80% – 100%)“

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Gerne weisen wir Sie auf eine spannende Stelle im Bereich IT / Archiv hin. Das SRF sucht zurzeit eine/n  IT-/Projekt-Mitarbeiter/in Fachbereich Archivsysteme (80% – 100%).

Link zur Stellenausschreibung: https://recruitingapp-1004.umantis.com/Vacancies/2082/Description/1

 

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