HTW Chur - SII

InfoWiss Chur

Blog des Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft

Autor: Thomas Weinhold (Seite 1 von 2)

Alfred Escher-Briefedition

Am 1. Juli wurde von der Alfred Escher-Stiftung die Digitale Edition der Korrespondenz des Schweizer Politikers und Unternehmers im Rahmen eines grossen Festakts mit namhaften Gästen aus Politik und Wirtschaft gelauncht.

Eschers Briefedition präsentiert 5018 Briefe mit 1’258’430 Wörtern, verfasst von 678 Korrespondenten, darunter 152 eidgenössische Parlamentarier. Die Briefe aus den Jahren 1831 bis 1882 reflektieren wichtige Ereignisse, Phänomene und Etappen der Schweizer Geschichte.

Die Briefedition ist sowohl ein historisches als auch ein digitales Highlight. Die Briefe werden u.a. mit Tags, Outlook-Kalender und Google Maps präsentiert und bieten vielfältige Such- und Filtermöglichkeiten sowie Kommentare.
Eine diplomatische Ansicht ermöglicht sowohl zeilenweise die Einblendung der Transkription über dem Digitalisat als auch die Zeilenausschnitte des Digitalisats über der Transkription.

Weiterbildung zum richtigen Umgang mit Informationsressourcen

Gemeinsam mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und in Kooperation mit dem ARMA Swiss Chapter führt die HTW Chur ein fünftägiges Seminar „Herausforderung Informationsressource“ durch. Die Weiterbildungsveranstaltung ist speziell auf die Bedürfnisse von Praktikerinnen und Praktikern zugeschnitten. Im Rahmen des Seminars werden Problemstellungen aus dem Bereich des Informationsmanagements aufgegriffen und Methoden für deren Bewältigung aufgezeigt.

Dabei geht es zunächst um Begriffsklärungen und -abgrenzungen. Darauf aufbauend werden Voraussetzungen erläutert, die für die erfolgreiche Einführung eines Informationsmanagements in Betrieben und Verwaltungen notwendig sind. Ein Seminartag ist elektronischen Kommunikationskanälen und insbesondere der Verwaltung von E-Mails im Rahmen des Records Managements gewidmet. Weitere Themen sind Projekt- und Change Management sowie Nutzwertanalysen und die Bearbeitung von Fallstudien.

Durchgeführt wird das Seminar im Zeitraum vom 17.04. bis 27.06.2015 an der FHNW in Olten. Das Programm ist wie folgt gegliedert:

  • 17.04.15 Informationsmanagement & Information Governance
  • 18.04.15 Informationsziele als Teil der Geschäftsziele
  • 24.04.15 Social Media, Schwerpunkt E-Mail, Enterprise 2.0
  • 25.04.15 Projekte lancieren und aufgleisen
  • 27.06.15 Fallstudie

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in den nachfolgenden Dokumenten.

Flyer_Seminar_Informationsressource

Seminarprogramm_Informationsressource

World Usability Day 2013 an der HSR in Rapperswil

Auch dieses Jahr organisiert die Schweizer Vereinigung der Usability Professionals (Swiss UPA) am 14. November anlässlich des World Usability Day wieder eine spannende Veranstaltung. Sie findet dieses Mal an der Hochschule Rapperswil statt und steht unter dem Motto „Usability auf Leben und Tod – Interaktion in kritischen Situationen“.
WUD2013
In verschiedenen Vorträgen wird darauf eingegangen, welche besonderen Aspekte hinsichtlich der Anwenderfreundlichkeit bei lebenskritischen Systemen wie bspw. im Bereich der Luftfahrt oder in Spitälern berücksichtigt werden müssen.

Nähere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf www.usabilityday.ch.

Studie zur UX der Websites von Schweizer Energieunternehmen

Die Namics AG, eine der führenden Internet-Agenturen der Schweiz, hat eine Studie zur Usability und Attraktivität der Websites der Top 30 Energieunternehmen der Schweiz veröffentlicht. Für die Studie wurde ein mehrstufiger Untersuchungsaufbau verwendet. Zum Einsatz kamen dabei eine Online-Benutzerbefragung, eine Eyetracking-Analyse sowie eine expertenbasierte Evaluation mittels eines Walkthrough-Verfahrens.

Die Eyetracking-Analyse wurde im Usability-Lab der HTW Chur durchgeführt. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, wie Eyetracking gewinnbringend, ergänzend zu klassischen Evaluationsverfahren, eingesetzt werden kann. Im konkreten Fall wurden die Eyetracking-Daten dazu verwendet, die Resultate der Online-Befragung zu verifizieren. Insbesondere sollte mehr über die Hintergründe der von den Befragten vorgenommenen Attraktivitätsbewertungen in Erfahrung gebracht werden. Ausserdem wurde anhand der Blickbewegungsdaten analysiert, wie intensiv bspw. Firmenlogos auf den untersuchten Seiten betrachtet wurden.

Die vollständige Studie kann kostenfrei bei Namics bestellt werden.

Bibliotheken erforschen ihren Alltag

Für die Weiterentwicklung einer Organisation ist es unabdingbar, sich möglichst permanent kritisch mit dem eigenen Tun, den Wünschen und Bedürfnissen der Stakeholder sowie aktuellen Trends und Entwicklungen im eigenen Umfeld auseinander zu setzen. Leider sucht man entsprechende Forschungsbemühungen in vielen Öffentlichen Bibliotheken derzeit noch vergebens. Mit seinem im Simon Verlag für Bibliothekswissen erschienen Buch „Bibliotheken erforschen ihren Alltag. Ein Plädoyer“ möchte Karsten Schuldt (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am SII) diesem Umstand entgegen wirken.

Bibliotheken erforschen ihren AlltagDas Buch liefert Anregungen und zeigt anhand von Beispielen auf, wie Forschungsvorhaben, auch mit bescheidenen Mitteln, im Bibliotheksalltag geplant und durchgeführt werden können. Durch entsprechende Projekte kann der Blick für die eigene Arbeit einer Bibliothek mit und für ihre Leser/-innen gestärkt werden. Dies ist für Öffentliche Biblioheken gerade unter dem permanenten Druck von Budgetkürzungen von grosser Bedeutung.

Mitarbeitende von Namics besuchen Usability-Lab der HTW Chur

Um ihr Know-How bezüglich den Einsatzmöglichkeiten von Eyetracking im Bereich der Human-Computer-Interaction (HCI) zu vertiefen war am 22.07. eine Gruppe von Mitarbeitenden der Internet-Agentur Namics in Chur zu Gast. Nach einer theoretischen Einführung zur historischen Entwicklung von Augen- und Blickbewegungsanalysen, der Funktionsweise moderner Eyetracker, Untersuchungsparametern und ähnlichem stand vor allem das praktische Arbeiten mit dem im Usability-Lab der HTW zur Verfügung stehenden Eyetracker Tobii X60 im Vordergrund. Ein bunter Mix aus Projektleitern, (UX)-Consultants und Designern konnte dabei ihr Wissen hinsichtlich dem Setup und der Auswertung von Eyetracking-Studien erweitern. Der Austausch zwischen Hochschule und Professionals war für alle Beteiligten ein grosser Gewinn und wir freuen uns sehr über das positive Feedback von Namics.

namics_eyetracking

Wer hierzu mehr erfahren möchten kann im Blog von Namics die Statements der einzelnen Mitarbeiter/-innen abrufen. Der Einsatz von Eyetracking in Entwicklungsprojekten ist aus Sicht der Web/UX-Professionals in jedem Fall gewinnbringend. Wir hoffen hiervon zukünftig noch mehr Unternehmen überzeugen zu können.

Rückblick – Einweihung neuer Forschungslabore

Am 12. Februar wurden vom SII feierlich zwei neue Forschungslabore eingeweiht und in diesem Rahmen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Das DigiLab (zur Sicherung von Kulturgütern) und das Usability-Lab (zur Optimierung von Benutzerschnittstellen interaktiver Produkte) eröffnen dem Fachbereich Informationswissenschaft neue Möglichkeiten im Bereich der Lehre sowie der Durchführung von Forschungs- und Dienstleistungsprojekten.

An der Einweihungsfeier hatten Besucher die Möglichkeit, sich im Rahmen von Präsentationen und Live-Demos selbst ein Bild von der Infrastruktur und den Nutzungsmöglichkeiten der beiden Labs zu verschaffen. Insgesamt nahmen knapp 50 Personen an der Eröffnung teil. Das Publikum war dabei breit gefächert. So waren Besucher aus Gedächtnisorganisationen, wie z.B. Archiven, Bibliotheken und Museen ebenso vertreten, wie Mitarbeitende aus Wirtschaftsunternehmen, wie bspw. Webdesign-Agenturen und Softwarefirmen.

Im Rahmen der Einweihungsfeier lieferte zunächst Prof. Dr. Niklaus Stettler (Institutsleiter des SII) einen Überblick über die Organisation und die Aktivitäten des Fachbereichs Informationswissenschaft in Lehre, Forschung und Dienstleistung. Anschliessend wurden die Teilnehmenden in zwei Gruppen aufgeteilt und besichtigten abwechselnd die beiden Labore, wo Dr. Michel Pfeiffer (Leiter DigiLab) und Thomas Weinhold (Leiter Usability-Lab) den Besuchern einen Einblick in die Arbeit des SII im Bereich der Erhaltung von visuellen Kulturgütern bzw. der Mensch-Maschine-Interaktion gaben. Den Abschluss des Events bildete ein Apéro riche im Foyer der HTW Chur, bei dem im gemütlichen Rahmen weitere Fragen der Gäste diskutiert werden konnten.
Laboreinweihung

Einweihungsfeier DigiLab und Usability-Lab

Seit letztem Jahr verfügt die HTW Chur bzw. das SII über zwei neue Forschungslabore. Diese werden im Februar offiziell eingeweiht.

Das DigiLab dient der Aus- und Weiterbildung sowie der Durchführung von Projekten im Bereich der Erhaltung von visuellen Kulturgütern. In der professionell ausgeleuchteten, dimmbaren Laborumgebung stehen unter anderem mehrere kalibrierte Dualmonitorarbeitsplätze, ein Reprosystem zur Digitalisierung von Flachwaren, verschiedene Scanner (Dia/Negativscanner, Flachbettscanner, OCR-Duplexscanner) sowie mehrere Softwarepakete zur Bildbearbeitung, zur Metatdatenanalyse und zur Verschlagwortung zur Verfügung.

Das Usability-Lab (CHeval – Chur Evaluation Laboratory) dient der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion. Daneben wird es in Forschungs- und Dienstleistungsprojekten für die Konzeption und Evaluation von Webauftritten und (mobilen) Applikationen eingesetzt. Neben verschiedenen Kameras und Mikrofonen sowie entsprechenden Softwarelösungen zur Aufzeichnung des Anwenderverhaltens bei der Nutzung der zu untersuchenden Systeme stellt ein tischbasiertes, berührungsfreies Eyetracking-System (Tobii X60) das Kernstück des Usability-Labs dar. Mittels Eyetracking lassen sich bspw. die folgenden Fragestellungen beantworten:

– Wo schauen die Anwender zuerst hin?
– Werden wichtige Bereiche eines User Interfaces schnell erkannt?
– Welche Bereiche eines User Interface werden besonders intensiv wahrgenommen?

Die Resultate derartiger Untersuchungen können dazu genutzt werden, Benutzeroberflächen hinsichtlich ihrer Wahrnehmbarkeit zu optimieren.

Das Team des SII freut sich die beiden Labore im Rahmen der Einweihungsfeier nun auch der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Die Einweihungsfeier mit Präsentationen und Live-Demos der Infrastruktur der Labs findet am Dienstag, 12.02.2013 um 17:00 Uhr statt. Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung sowie die Möglichkeit sich online für den Event anzumelden finden Sie unter http://www.htwchur.ch/labs.

UX Adventskalender

Die Adventszeit ist eine Zeit der Besinnung und der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Seit dem 19. Jahrhundert gehören dabei Adventskalender zum christlichen Brauchtum, die die Zahl der bis Weihnachten verbleibenden Tage anzeigen. Erste mit Schokolade gefüllte Kalender, die besonders bei Kindern beliebt sind, um die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest zu verkürzen, kamen Ende der 1950er Jahre auf (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Adventskalender).
Man kann die Adventszeit und insbesondere auch Adventskalender aber auch zur persönlichen Weiterbildung nutzen. Der Web-Dienstleister namics bietet in seinem Unternehmensblog einen UX (User Experience) Adventskalender an. Täglich werden dort interessante Projekte, Gadgets, Tools oder auch amüsante Anekdoten zum Thema User Experience vorgestellt.

© Stefan Bayer/PIXELIO (www.pixelio.de)

Neue Fachbeiträge von Mitarbeitenden des SII

In der aktuellen Ausgabe der Open-Access-Zeitschrift LIBREAS (Library Ideas) beschäftigt sich Karsten Schuldt (wissenschaftlicher Mitarbeiter am SII) in seinem Beitrag „Repräsentationen von Medien als Geschichte des Denkens über Wissen, Information, Medien, Nutzerinnen und Nutzern“ mit der Frage, inwiefern die für die Repräsentation der Medienbestände einer Bibliothek gewählte Form auch eine Aussage über die Gesellschaft, in die eine Bibliothek eingebettet ist, zulässt. Hierfür nimmt er eine Betrachtung vor, wie sich Kataloge von der frühen Neuzeit bis heute entwickelt haben.

In einem zweiten Beitrag fasst Karsten Schuldt gemeinsam mit Ben Kaden die Resultate eines an der Informare! 2012 in Berlin durchgeführten Workshops zusammen. Im Rahmen dieses Workshops wurde das gegenwärtige Wissenschaftsverständnis innerhalb der Bibliotheks- und Informationswissenschaftlichen Community erörtert. Historisch betrachtet können hierbei drei Strömungen (technisch-angewandt, naturwissenschaftlich-metrisch, geistes- und sozialwissenschaftlich) unterschieden werden. Als Ergebnis des Workshops lässt sich festhalten, das hier gegenwärtig zusätzlich eine utopische sowie eine interdisziplinäre Strömung beobachtet werden können.

Neben den Beiträgen von Karsten Schuldt, hat auch eine weitere Mitarbeiterin des SII an der aktuellen Ausgabe von LIBREAS mitgewirkt. Brigitte Lutz (wissenschaftliche Mitarbeiterin am SII) hat für die Zeitschrift eine Rezension zum von Angelika Holderried und Birgit Lücke herausgegebenen „Handbuch Schulbibliothek. Planung, Betrieb, Nutzung.“ verfasst.

Sämtliche Artikel der LIBREAS sind im Volltext unter www.libreas.eu verfügbar.

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