HTW Chur - SII

InfoWiss Chur

Blog des Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft

Kategorie: Informationswissenschaft (Seite 1 von 4)

Wissensmanagement mittels Business Intelligence, Semantic Technologies und Big Data Methoden

Forschende des Schweizerischen Instituts für Informationswissenschaft haben an der internationalen Konferenz ASIS&T teilgenommen, an der Fabian Odoni zusammen mit Studierenden den App-Wettbewerb gewonnen hat. Anschliessend ging es weiter nach Syracuse zum Projektpartner INFICON, wo Mitarbeitenden das KTI Projekt Coltero vorgestellt wurde.

Präsentation an der ASI&T Konferenz in Washington DC

ASIS&T: Fabian Odoni hat zusammen mit Studierenden den App-Wettbewerb gewonnen

Präsentation des KTI-Prpjekts Coltero bei Inficon in Syracuse

 

Beim Projekt „Coltero – Collaboration and Enterprise Knowledge Visualisation“ geht es einerseits darum, Wissen in Unternehmen zu identifizieren, zu visualisieren und gezielt zu nutzen sowie die Mitarbeitenden dazu zu motivieren, ihr Wissen mit anderen zu teilen. Dabei werden Methoden der Business Intelligence ebenso wie semantische Verfahren und Big-Data-Methoden angewandt.

Mehr zum Projekt Coltero erfahren unter:
http://www.htwchur.ch/…/wer-weiss-was-in-meinem-unternehmen…

80% Stelle als Medien-Dokumentalistin / Medien-Dokumentalist beim SRF

Diese tolle Stelle beim SRF Schweizer Radio und Fernsehen als Medien-Dokumentalistin / Medien-Dokumentalist 80% möchten wir euch nicht vorenthalten.

Link zur Stellenausschreibung: https://recruitingapp-1004.umantis.com/Vacancies/2317/Description/1

 

 

Neue Publikation in den Churer Schriften zur Informationswissenschaft: Kleider machen BibliothekarInnen

Marcella Haab-Grothof (2017): „Kleider machen BibliothekarInnen“: Der Einfluss von Kleidung des Bibliothekspersonals auf die Kontaktaufnahme von Benutzenden

Ausgehend von einer amerikanischen Studie geht es in der vorliegenden Arbeit um die Frage, welchen Einfluss die Kleidung von Bibliothekspersonal auf die Kontaktaufnahme von Benutzenden hat. Es konnte gezeigt werden, dass die Kleiderfarbe, der Kleidungsstil sowie ein Namensschild einen Einfluss auf die Entscheidung haben, an welche/n Bibliothekar/in sich Kunden wenden, wobei formale, blaue Kleidung mit Namenschild der Favorit war. In erster Linie sind den Kunden der Kleidungsstil und das Namensschild wichtig. Die Kleiderfarbe, das Alter sowie das Geschlecht des Personals sind hingegen unwichtig. Dies wurde mit einer Online-Umfrage unter 1444 Bibliotheksnutzern und Nichtnutzern untersucht. Zusätzlich wurden sieben Personen in leitender Funktion aus ausgewählten Deutschschweizer Bibliotheken zu Kleidungsvorschriften in Bibliotheken interviewt. In der Deutschschweiz gibt es einige Bibliotheken, die ihren Mitarbeitenden Vorgaben für Kleidung und Erscheinungsbild machen. Die Erkenntnisse aus den Untersuchungen geben Hinweise, wie die Zugänglichkeit von Bibliothekspersonal verbessert werden kann.

Schlagwörter: Bibliothek, Kleidung, Erscheinungsbild, Farbe, nonverbale Kommunikation, Kundenkontakt, Kontaktaufnahme, Zugänglichkeit, Berufskleidung, Uniform, Dresscode, Kleidungsvorschrift

Die Arbeit steht, wie alle weiteren Veröffentlichungen unserer elektronischen Schriftenreihe, zum kostenlosen Download bereit unter:http://www.htwchur.ch/digital-science/forschung-und-dienstleistung/churer-schriften.html

Neue Publikation in den Churer Schriften zur Informationswissenschaft: Makerspaces in öffentlichen Bibliotheken

Marcel Hanselmann (2017): Makerspaces in öffentlichen Bibliotheken – Eine Untersuchung der didaktischen Ziele und eine Evaluation der Technologie littleBits

Das Thema Makerspace in öffentlichen Bibliotheken ist in den letzten Jahren vermehrt diskutiert worden, und es entstanden weltweit unzählige solcher Kreativräume. Bisher ist jedoch noch wenig untersucht worden, was denn deren didaktischer Nutzen sein soll. In der hier vorgelegten Arbeit wurden mittels einer Literaturrecherche, einer Online-Umfrage und eines Experten-Interviews die didaktischen Ziele solcher Einrichtungen, deren Messung und Erfüllung untersucht. Es zeigte sich, dass sich die Makerspaces besonders im Bereich der STEM-Förderung und der Community-Bildung hervortun und dass sie ihre Ziele auch mehrheitlich erreichen.

In einem zweiten Teil wurden in dieser Arbeit ausserdem für die Technologie littleBits im Rahmen eines Makerspaces einer öffentlichen Bibliothek gemäss den eruierten didaktischen Zielen drei Anwendungsszenarien konzipiert und die Technologie mittels der Methode der Nutzwertanalyse auf deren Eignung für solch einen Makerspace evaluiert. Als Ergebnis kann gesagt werden, dass sich die Technologie sehr gut dafür eignet, besonders in didaktischer Hinsicht hat die Technologie grosse Stärken. Einzig die Kosten und die Widerstandsfähigkeit der Technologie sind zu bemängeln.

Schlagwörter: Makerspace, öffentliche Bibliothek, Pädagogik, Konstruktivismus, Konstruk­tionismus, littleBits, Nutzwertanalyse, Bachelorarbeit.

Die Arbeit steht, wie alle weiteren Veröffentlichungen unserer elektronischen Schriftenreihe, zum kostenlosen Download bereit unter:

Neue Publikationen in den Churer Schriften zur Informationswissenschaft rund um die Themen Big Data, Open Data und Bibliotheksinnovationen

Die „Churer Schriften zur Informationswissenschaft“ ist eine elektronische Publikationsreihe, in der in unregelmässigen Abständen Arbeitsberichte, Forschungsberichte, Diplomarbeiten und sonstige Publikationen erscheinen.

Simone Beeler
Sonntagsöffnungszeiten in öffentlichen Bibliotheken in der Schweiz

Das Thema Sonntagsöffnungszeiten in öffentlichen Bibliotheken rückte im Laufe der letzten Jahre verstärkt in den Fokus der Bibliothekswelt. Zeichen davon sind mehrere Bibliotheken, die im Jahr 2015 Sonntagsöffnungszeiten eingeführt haben. Im Zentrum dieser Arbeit stehen neben den Erfahrungen, welche Bibliotheken mit Sonntagsöffnungszeiten in der Schweiz gemacht haben, die Organisation des Sonntagsbetriebs, Fragen der Finanzierung und rechtlichen Aspekte einer Sonntagsöffnung sowie die Reaktion des Bibliothekpersonals und der Bibliothekskunden auf diese Neuerung. Ausgangspunkt ist dafür eine Analyse von sechs Bibliotheken in der Deutschschweiz mit Sonntagsöffnungszeiten. Diese zeigt auf, dass ein Kundenbedürfnis nach Sonntagsöffnungszeiten besteht und die Bibliotheken mit einem solchen Angebot ihren Aufgaben in der heutigen Dienstleistungsgesellschaft gerecht werden. Aus den Ergebnissen der Analyse resultiert  ein Leitfaden, der an Bibliotheken gerichtet ist, welche sich mit der Einführung von Sonntagsöffnungszeiten beschäftigen.

Download Schrift von Simone Beeler

 

Marco Humbel
Die Umsetzung von Open Data an Wissenschaftlichen Bibliotheken der Schweiz – Eine qualitative Untersuchung

Unter dem Stichwort Open Data wird unter anderem die Bereitstellung von Digitalisaten unter freien Lizenzen verstanden. Nationale und internationale Studien haben ergeben, dass Gedächtnisinstitutionen in den nächsten Jahren vermehrt Konzepte von Open Data umsetzen werden. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage wie die Umsetzung von Open Data in Wissenschaftlichen Bibliotheken der Schweiz konkret aussieht. Die Untersuchung erfolgte anhand einer Literaturanalyse aktueller Studien, einer Analyse der Open Content Plattformen mithilfe von Personas und Experteninterviews. Bezüglich der Umsetzung von Open Data gestaltet sich ein heterogenes Bild. Nicht alle Plattformen stellen die Digitalisate von gemeinfreien Werken unter freien Lizenzen zur Verfügung.  Derzeit findet aber ein Sinneswandel statt und die Zeichen stehen auf einer weiteren Öffnung der Plattformen. Auch wenn derzeit kaum Open Data Policies bestehen, so ist ein Bewusstsein für die Thematik vorhanden und man arbeitet an entsprechenden Strategien. Hindernisse in der Umsetzung werden vor allem in fehlenden Ressourcen und mangelndem technischen Know-how gesehen. Die Ergebnisse dieser qualitativen Untersuchung können diejenigen der bestehenden Studien mehrheitlich bestätigen.

Download Schrift von Marco Humbel

 

Flurina Huonder
Medieninhaltsanalyse Big Data –  Big Data, Datenschutz und Privatsphäre in Schweizer und US-amerikanischen Zeitungen

Die Digitalisierung und technologische Entwicklung, welche Big Data vorantreiben, beein­flussen zunehmend unser Leben. Jeden Tag fallen grössere Datenvolumen an und dies immer schneller. Mit Big Data werden neue Geschäftsmodelle entwickelt, welche die Wirtschaft revolutionieren. Jedoch gibt es bei Big Data auch eine Kehrseite – über Daten­schutzfragen sowie Eingriffe in die Privatsphäre darf nicht hinweggesehen werden. Diese Masterthesis geht der Frage nach, wie Big Data in den Schweizer und den US-amerikani­schen Medien dargestellt wird; der Fokus liegt dabei auf der Versicherungsbranche. Dazu wurde eine zweistufige Inhaltsanalyse mit sechs ausgewählten Zeitungen aus der Schweiz sowie den USA durchgeführt. In einem ersten Schritt wurden die Artikel mittels einer computergestützten Inhaltsanalyse codiert. In einem zweiten Schritt wurde eine Auswahl an Artikeln manuell codiert. Die Ergebnisse führen formale als auch thematische Unterschiede zwischen den Zeitungen und Ländern auf.

Download Schrift von Flurina Huonder

 

Die Arbeiten stehen, wie alle weiteren Veröffentlichungen unserer elektronischen Schriftenreihe, zum kostenlosen Download bereit unter:

http://www.htwchur.ch/digital-science/forschung-und-dienstleistung/churer-schriften.html

 

Neuerscheinungen in den Churer Schriften zur Informationswissenschaft

Es gibt spannende, neue Publikationen in den Churer Schriften zur Informationswissenschaft:

Fabian Muster: Datenstrategiemodell – Ein Referenzmodell zur Entwicklung von Datenstrategien

Das Potenzial zur Steigerung der Profitabilität mittels Daten ist enorm – genutzt wird es hingegen vielfach zu wenig. Vielen Unternehmen fehlen die notwendigen Qualifikationen oder aber es fehlt am notwendigen Bewusstsein, um dieses Potenzial auszuschöpfen. Die vorliegende Arbeit bietet ein Referenzmodell für Datenstrategien, wie ein Unternehmen aus betrieblicher Sicht mit Daten umzugehen hat, um diese effizient nutzen zu können. Dabei werden die relevanten Bausteine einer erfolgreichen Datenstrategie identifiziert und zu­sammen mit relevanten Unternehmens- und Strategiefunktionen mittels Handlungs­anweisungen in eine erfolgreiche Transformation überführt. Zur Unterstützung werden zudem Vorlagen zu einer Roadmap, Maturitätsbewertung und einem Rollenkonzept mit­gegeben, die diese Arbeit praktikabel machen.

Sandro Lorenzo: Bibliotheken und Integration – Aspekte der interkulturellen Bibliotheksarbeit und deren Einfluss auf die Integration von Migranten und Migrantinnen sowie Menschen mit Migrationshintergrund in der Deutschschweiz mit einem Fokus auf den deutschsprachigen Teil des Kantons Bern

Das Thema Bibliotheken und Integration bezogen auf Migranten und Migrantinnen sowie Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigt viele interkulturelle und Öffentliche Biblio­theken sowie in geringerem Masse auch Berufsschulmediotheken. Im Rahmen dieser Bachelorarbeit werden diesbezügliche bibliothekarische Einrichtungen der Deutschschweiz und insbesondere jene aus dem deutschsprachigen Teil des Kantons Bern betrachtet. In Form von unterschiedlichen Aktivitäten und Angeboten richten sie sich an die vermeintlichen Zielgruppen. Im Vordergrund dieser Arbeit stehen eine Ist-Erhebung und Beschreibung der interkulturellen sowie fremdsprachigen Bibliotheksbestände und -aktivitäten und die damit verfolgten Ziele. Erstmals werden in diesem Zusammenhang integrative Wirkungen hinsicht­lich der Nutzung einer Berufsschulmediothek durch Integrationsklassen mittels bivariater Analysen statistisch beschrieben.

Johannes Reitze: Was öffentliche Bibliotheken meinen, wenn sie vom Dritten Ort sprechen

Diese Bachelorarbeit untersucht, wie öffentliche Bibliotheken in der Schweiz das Konzept des Dritten Ortes auslegen. Die Interpretationen sind vielfältig, da seit der Einführung des Konzeptes durch den amerikanischen Soziologen Ray Oldenburg 1989 verschiedene Faktoren auf Bibliotheken eingewirkt und ihre Aufgaben beeinflusst haben, am stärksten die Digitalisierung. Um herauszufinden, was Bibliotheken meinen, wenn sie vom Dritten Ort sprechen, wurden insgesamt 128 öffentliche Bibliotheken der Schweiz ausgewählt und untersucht, ob sie den Begriff verwenden. Gut 10% der analysierten Bibliotheken verwen­deten den Begriff in ihren öffentlich einsehbaren Quellen, die restlichen Bibliotheken tun das entweder nicht oder bieten keine Quellen an, die einen Rückschluss auf ihre Tätigkeiten ermöglichen würden. Die Bibliotheken Biel (BE), Effretikon (ZH), Köniz (BE) und die Kantonsbibliothek Nidwalden (NW) wurden als Fallbeispiele ausgewählt und die Biblio­theksleitenden zum Konzept des Dritten Ortes interviewt.

Die Arbeiten stehen, wie alle weiteren Veröffentlichungen unserer elektronischen Schriftenreihe, zum kostenlosen Download bereit unter:

Vom Studenten in Information Science zum Leiter Informationsdienstleistungen beim Wirtschaftsdachverband economiesuisse

Sebastian Brassel diente das Bachelorstudium Information Science als Sprungbrett in den Bereich Informationsdienstleistungen. Erfahren Sie mehr zu seiner Tätigkeit als Leiter Informationsdienstleistungen beim Wirtschaftsdachverband economiesuisse und lesen Sie, wovon er vom Studium besonders profitieren konnte.

Das Bachelorstudium Information Science als Sprungbrett

Einlicke in die Arbeit am Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft – Mara Hellstern, Usability Engineer, erzählt…

Mara Hellstern,  ehemalige Information Science Studentin und Leiterin des Usability Lab an der HTW Chur, erzählt im neusten Blogbeitrag vom Wissensplatz aus ihrem Berufsalltag.

Mich interessiert nicht nur, ob die Dinge schön sind, sondern auch, ob sie funktional sind

.ch-Ausschreibung – SWITCH setzt sich durch!

Die Schweiz ist weltweit bekannt für ihre ausserordentliche Stabilität, da macht die Landesendung .ch keine Ausnahme: wie das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) bekannt gab, wird die Stiftung SWITCH auch in den kommenden fünf Jahren als Registry für .ch tätig sein.

Bereits im Jahr 1987 hat SWITCH damit begonnen, das offizielle Register für .ch-Domains aufzubauen und in der Folge jahrzehntelang dafür gesorgt, dass .ch zu den sichersten, stabilsten
und ausfallfreiesten Domain-Endungen der Welt zählt. Dennoch entschied das BAKOM im März 2015, den Registry-Vertrag öffentlich auszuschreiben. Die erste Ausschreibung in der .ch-Geschichte wurde nötig, weil der aktuelle Vertrag mit SWITCH Mitte des Jahres 2017 ausläuft. Die Unternehmen, die sich für die Funktion der Registerbetreiberin bewarben, mussten dabei nachweisen, dass sie die in der VID (Verordnung über Internet-Domains) festgelegten Dienstleistungen erbringen können. Neben SWITCH hatte auch die Registrar Alliance bestehend unter anderem aus den Registraren Hostpoint AG, GoEast GmbH, Infomaniak Network SA, mhs internet AG, ITF GmbH, Metanet AG und Webland AG, angekündigt, sich um einen Zuschlag bewerben zu wollen. Ob es darüber hinaus noch weitere Bewerber gab, blieb unbekannt.

Bekannt ist dagegen, wer diese Ausschreibung gewonnen hat. Am 01. September 2016 gab das BAKOM bekannt, dass sich SWITCH gegen die Konkurrenz durchgesetzt hat. Wie es in einer Meldung zum Entscheid mit der Projekt-ID 139185 und der Meldungsnummer 930191 heisst, habe die Bewertung aller Zuschlagskriterien gemäss Pflichtenheft (qualitative Kriterien und Preis) gezeigt, dass die höchste Gesamtpunktzahl unter den eingereichten Angeboten von SWITCH erzielt wurde: „Das Angebot der Zuschlagsempfängerin hebt sich insbesondere durch die beste Erfüllung des Zuschlagkriteriums ZK05 und ZK06: Bekämpfung der Cyberkriminalität – proaktive Massnahmen und Prävention, ab. Die Zuschlagsempfängerin überzeugt generell hinsichtlich der qualitativen Anforderungen, wie auch durch ein insgesamt gutes Preis-/Leistungsverhältnis.“ Weiter war zu erfahren, dass der offerierte Grosshandelspreis pro Domain-Name und pro Jahr (voraussichtlicher Durchschnitt über die nächsten fünf Jahre) bei CHF 4,72 liegt. Der Entscheid wurde auf simap.ch, der elektronischen Plattform für das öffentliche Beschaffungswesen in der Schweiz, publiziert.

Andreas Dudler, Geschäftsführer von SWITCH, zeigt sich naturgemäß hoch erfreut: „Wir sind sehr stolz, dass sich das BAKOM für uns entschieden hat. Wir werden uns weiterhin mit aller
Kraft dafür einsetzen, dass die .ch-Domains zu den sichersten der Welt gehören. Dafür arbeiten wir eng mit Behörden und Partnern aus der Internetwirtschaft weit über die Landesgrenzen hinaus zusammen.“ Der neue Verwaltervertrag wird eine Laufzeit von fünf Jahren haben und kann im gegenseitigen Einverständnis um weitere fünf Jahre verlängert werden. Von der Registrar Alliance gibt es bisher noch keine öffentliche Stellungnahme.

Quelle: http://domain-recht.de/domain-registrierung/switch/cctlds-switch-bekommt-zuschlag-fuer-die-ch-verwaltung-65407.html

Neue Erkenntnisse über Whistleblower

48c3d02835 Schweizer Whistleblower, die sich an Meldestellen wenden, haben grosses Vertrauen in die Medien, verzichten sie doch in ihrer überwiegenden Mehrheit auf Anonymität. An die Meldestellen gelangen eher «kleine Leute» mit ihren kleinen Geschichten, die sich oft auf Arbeitsplatz- oder Nachbarschaftsstreitigkeiten beziehen, während Informantinnen und Informanten mit «grossen Geschichten» direkt investigative Medienschaffende kontaktieren. Journalistisch weiterbearbeitet werden indes nur rund ein Viertel der eingegangenen Meldungen, und nur ein ganz kleiner Teil führt zu Publikationen.

Dies sind Erkenntnisse aus dem Forschungsbericht «Whistleblower und Medien in der Schweiz – Situationsanalyse und Erkenntnisse für die Zukunft», den die Professoren Urs Dahinden und Christian Hauser zusammen mit Vincenzo Francolino und Ruth Nieffer von der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur vorgelegt haben. Der Bericht (siehe Downloads unten) ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts, in dem die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Kommunikations- und Medienwissenschaft und der Betriebsökonomie die Literatur gesichtet, Expertinnen und Experten befragt und das Material von drei Schweizer Meldestellen ausgewertet haben. Das Forschungsprojekt wurde von der Gottlieb und Hans Vogt-Stiftung finanziell gefördert.

Whistleblower sind Menschen, welche Medien oder interne Meldestellen über Fehlverhalten in Unternehmen oder Staatsbetrieben informieren. Über die praktischen Erfahrungen mit Whistleblowern in der Schweiz, über Herausforderungen und Risiken für Medien und Whistleblower und über das dabei oft angewendete Online-Meldeverfahren war bisher noch wenig bekannt.

Die Forschenden geben am Schluss ihres Berichtes Empfehlungen ab: So sollten Journalistinnen und Journalisten kompetent juristisch beraten werden. Es sollten technische Lösungen entwickelt werden, die eine abhörsichere, verschlüsselte digitale Kommunikation zwischen Informanten und Informantinnen sowie Medienleuten ermöglichen. Whistleblowing sollte Thema der journalistischen Weiterbildung werden. Unternehmen und Behörden sollten verstärkt interne Meldestellen aufbauen, damit Missstände organisationsintern behandelt werden können. Der rechtliche Schutz von Wistleblowern in der Schweiz sollte verbessert werden. Zudem sollte eine unabhängige Beratungsstelle für Whistleblower errichtet werden.

Der gesamte Bericht ist online zugänglich unter:
Fachhochschule: http://www.htwchur.ch/whistleblower
Stiftung: http://ghvs.ch/index.php/aktuell/

Weitere Auskunft:
HTW Chur
Dahinden Urs, Prof. Dr.
Tel. +41 (0)81 286 39 02
Fax +41 (0)81 286 24 00
urs.dahinden@htwchur.ch

Gottlieb und Hans Vogt-Stiftung
Blum Roger, Prof. Dr.
Tel. +49 160 80 107 28
mail@roger-blum.ch

Dateien
Whistleblower und Medien in der Schweiz Dahinden et al 2016 (1.4 MB)

Ältere Beiträge

© 2017 InfoWiss Chur

Theme von Anders NorénHoch ↑