HTW Chur - SII

InfoWiss Chur

Blog des Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft

Kategorie: Semantic Web

Wissensmanagement mittels Business Intelligence, Semantic Technologies und Big Data Methoden

Forschende des Schweizerischen Instituts für Informationswissenschaft haben an der internationalen Konferenz ASIS&T teilgenommen, an der Fabian Odoni zusammen mit Studierenden den App-Wettbewerb gewonnen hat. Anschliessend ging es weiter nach Syracuse zum Projektpartner INFICON, wo Mitarbeitenden das KTI Projekt Coltero vorgestellt wurde.

Präsentation an der ASI&T Konferenz in Washington DC

ASIS&T: Fabian Odoni hat zusammen mit Studierenden den App-Wettbewerb gewonnen

Präsentation des KTI-Prpjekts Coltero bei Inficon in Syracuse

 

Beim Projekt „Coltero – Collaboration and Enterprise Knowledge Visualisation“ geht es einerseits darum, Wissen in Unternehmen zu identifizieren, zu visualisieren und gezielt zu nutzen sowie die Mitarbeitenden dazu zu motivieren, ihr Wissen mit anderen zu teilen. Dabei werden Methoden der Business Intelligence ebenso wie semantische Verfahren und Big-Data-Methoden angewandt.

Mehr zum Projekt Coltero erfahren unter:
http://www.htwchur.ch/…/wer-weiss-was-in-meinem-unternehmen…

Die Libhub Initiative

„Imagine if libraries could represent themselves together in a way the Web could see and understand.“

Die Libhub Initiative hat zum Ziel, eine Gemeinschaft von Bibliotheken zu bilden, die ausprobieren und lernen was es braucht, um mit der Publikation und Verlinkung von bisher unsichtbaren (bibliografischen) Daten die Sichtbarkeit der Bibliotheken und deren Dienste im Web zu erhöhen.

Ein Aufruf, die Bewegung im Bereich der (digitalen) Bibliotheken mitzugestalten!

Stichworte: Linked Data, BIBFRAME

Der konsekutive Master-Studiengang in Chur: Auf dem Weg zur Data Science

Die Vertiefung Information Science im Master-Studiengang Business Administration an der HTW Chur hat zum Start des nächsten Studienjahrs im Herbst 2014 eine überarbeitete inhaltliche Struktur erhalten. Dabei wurde der Studiengang konsequent an die veränderte Nachfrage seitens Arbeitgebern und Studieninteressierten angepasst. Es hat sich gezeigt, dass die Nachfrage im Bereich „klassischer“ informationswissenschaftlicher Berufsbilder nach einem konsekutiven Master-Abschluss in der Form des bisherigen thematisch breit aufgestellten Studiengangs kaum mehr existiert.

Gleichzeitig besteht jedoch weiterhin eine hohe Nachfrage nach fokussiert ausgebildeten Absolventen im Bereich Daten- und Wissensmanagement, beginnend bei Kompetenzen im Bereich Daten-Analyse und Retrieval, hin zu Wissensrepräsentation, Semantische Technologien und Informationsvisualisierung. Diese Inhalte hatten auch schon im bisherigen Master-Studiengang ihren Platz, jedoch konnten sie nicht in der Tiefe und Ausprägung vermittelt werden, wie dies für eine spezialisierte Ausbildung erforderlich ist. Daher wurden einige Bereiche im Curriculum des Master-Studiums zu Gunsten einer fokussierten, aber umfassenden Ausbildung im Bereich Datenmanagement und -Analyse umgestaltet.

The market for big data talent is booming — however, these jobs demand a very rare skill set, and there are far more open roles than there are experts to fill them. This is a seeker’s market, where it is the recruiters that must go above and beyond to compete for such rarefied, highly-demanded talent.
datajobs.com

Die Inhalte des Majors bilden nun spezialisiert Themen des Datenmanagements ab, von der Datenbeschaffung über die Analyse mittels statistischer Verfahren bis hin zur Aufarbeitung und Präsentation von Daten. Daneben spielen auch weiterhin Themen wie Information Security, Semantic Web, User Interface Design und Datenvisualisierung eine wesentliche Rolle im Studium. Ergänzt werden die Themen durch eine fundierte General-Management-Ausbildung, die zur Übernahme von Kader-Funktionen in verschiedenen Typen von Organisationen und Einrichtungen befähigt.

Damit tragen wir der Entwicklung Rechnung, dass in allen Arten von Organisationen und Unternehmen speziell ausgebildete Datenarbeiter händeringend gesucht werden. Dies ist eine Entwicklung, die insbesondere auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt erkennbar ist und auch auf dem schweizerischen Sektor rasch an Bedeutung gewinnt. Spezialisierte Jobbörsen wie datajobs.com zeigen, dass die Nachfrage das Angebot an Arbeitskräften in diesem Bereich weit übersteigt. Gleichzeitig ist genau dieser Arbeitsbereich die Domäne von Informationsexperten, wie sie im Major Information Science ausgebildet werden.

Der Master ist weiterhin berufsbegleitend auf vier Semester konzipiert und findet freitags und samstags in Chur statt. Eine Video-Übertragung und -Aufzeichnung wird angeboten. Der nächste Studienstart ist im September 2014, es sind noch Bewerbungen auf Studienplätze möglich.

Einen weiteren Überblick über das Curriculum sowie Anmeldeformulare und Kontaktadressen finden sich auf der Website der Vertiefung Information Science.

Von MARC zu BIBFRAME – Die Bibliographic Framework Transition Initiative der Library of Congress

Die von der der Library of Congress (LoC) im Mai 2012 angekündigte Bibliographic Framework Transition Initiative zeigt einen Weg für den Übergang der bibliografischen Daten im Format MARC (21) zu einem neuen, auf dem Linked Data Konzept basierenden Format auf: BIBFRAME. LoC arbeitet dabei mit Library and Archives Canada, der British Library, der Deutschen Nationalbibliothek und weiteren Nationalbibliotheken sowie den MARC Benutzervereinigungen und den MARC advisory committees zusammen.

Das Format BIBFRAME unterstützt wie MARC das gemeinsame Verwenden und den robusten Austausch von Datensätzen. BIBFRAME ermöglicht das Katalogisieren zunehmend grösserer Bestände bei gleichbleibender Qualität der Metadaten und ohne Kostensteigerung. Zusätzlich bildet BIBFRAME die Grundlage zur Vernetzung der Datensätze (über Kataloggrenzen hinweg).

Das BIBFRAME Modell ist einfacher als dasjenige der Functional Requirements For Bibliographic Records (FRBR). Es stützt sich auf folgende Grundlagen:

    • maschinenlesbare Kennzeichnungen zur eindeutigen Identifikation von Entitäten
    • klare Trennung zwischen Werken und Instanzen von Werken
    • Verknüpfung der Entitäten zur Offenlegung von Beziehungen zwischen den Entitäten (linked data)

Die offizielle Website der Bibliographic Framework Transition Initiative (http://bibframe.org/) bietet ausführliche Information, BIBFRAME Beispiel-Datensätze und einen online-Dienst für die Konversion von eigenen MARCXML-Datensätzen in das Format BIBFRAME sowie die Möglichkeit zur aktiven Beteiligung an der Initiative.

Weil das offene Format EPUB3 für (Enhanced) E-Books die Einbindung externer Metadatensätze in verschiedenen Formaten erlaubt (z.B. MARCXML), können E-Books zukünftig auch Metadaten im Format BIBFRAME enthalten. Das ist der Grundstein für ein Web of E-Books.

Welche Schweizer Bibliotheken befassen sich schon mit BIBFRAME? Ich werde im Unterricht im Bachelorstudium jedenfalls den Unterrichtsblock zu FRBR durch einen Unterrichtsblock zu BIBFRAME ersetzen (wegen der knappen zur Verfügung stehenden Unterrichtszeit).

Quellen:

Library of Congress: Bibliographic Framework as a Web of Data: Linked Data Model and Supporting Services. November 2012. (http://www.loc.gov/marc/transition/pdf/marcld-report-11-21-2012.pdf)

Kevin Ford: LC’s Bibliographic Framework Initiative: An Update. Semantic Web in Bibliotheken, 26. – 28. November 2012, Köln. ( http://3windmills.com/kefo-swib12-bfi/)

 

CfP: Semantic Web in Bibliotheken (26.-28.11.2012)

Noch bis 20.05.2012 können zur 12. SWIB Konferenz Paper eingereicht werden:

CALL FOR PARTICIPATION:

„Semantic Web in Bibliotheken“ (Semantic Web in Libraries) Conference,
26.11. – 28.11.2012, Cologne

To an ever increasing extent Linked Open Data (LOD) is developing into a mainstream topic, with more and more organisations announcing LOD projects and services. Furthermore and during the last two years Linked Open Data has received a lot more attention from the library world. Examples ranging from the Library of Congress‘ initiative „A Bibliographic Framework for the Digital Age“, the Conference of European National Librarians and their vote to support the open licensing of their data to groups like LODLAM, IFLA’S Semantic Web Special Interest Group, to library system vendors and providers discussing and experimenting with Linked Data technology clearly reflect that – LOD has gained a lot of momentum in library land.

The question is how to ensure that LOD won’t be a temporary hype but that it will take hold in future infrastructures. SWIB12 will focus on the adaption of Semantic Web approaches in applications for libraries and science. In the last years lots of effort has been put into generating LOD datasets from legacy systems and into promoting the LOD approach towards a global and open information space. Upcoming challenges will be the strategic and technical alignment of catalogues and legacy systems in libraries, and authoring environments for scholarly communication with a data and service infrastructure based on Semantic Web principles.

This year’s SWIB conference (Semantic Web in Bibliotheken) will be held in Cologne from 26-28 November 2012. As in the years before, SWIB12 will be organized by the North Rhine-Westphalian Library Service Center (hbz) and the ZBW – German National Library of Economics / Leibniz Information Centre for Economics. The conference language is English.

We appreciate proposals (research reports, projects, work in progress, …) on the following or related topics:

  • Integration of Linked Data into productive library environments
  • Technologies for providing, accessing and integrating Linked Data in a non-disruptive and lightweighted way, e.g. by means of APIs or WebServices
  • Enhancing authoring environments like Content Management Systems, blogs or wikis with Semantic Web facilities, e.g. by accessing Linked Open Datasets or by including semantic markup
  • Enhancing legacy data through integration of data from the LOD cloud or through FRBRizing, deduplication, crowdsourcing etc.
  • Applications using authority data maintained by libraries and possibly enriched by the community
  • Development of commercial or non-commercial library systems aligning their data models and policies with the web of data
  • Licensing strategies and business models for supporting the reuse of Linked Open Data

Do you have an interesting service, research topic or project that you would like to present at the conference? We are looking forward to receiving your suggestions and proposals for contributions (with an abstract of 1000-1500 characters) by 20 May 2012. Please submit your abstract using our website athttp://swib.org/swib12

Open Source Library Systems und RDA

2013 soll in den Bibliotheken die RDA-Ära beginnen. RDA (Resource Description and Access) sind bekanntlich die nach den Functional Requirements for Bibliographic Records (FRBR) konstruierten Regeln für die Katalogisierung, welche MARC 21 und darauf aufbauende Regelwerke ablösen sollen. Dabei soll RDA die bibliothekarischen Daten für das Semantic Web aufbereiten, die Weiterlesen

CfP: Sammelband Linked Open Library Data

Adrian Pohl & Patrick Danowski rufen relativ kurzfristig zu Beiträgen für ein Sammelwerk zu Linked Open Library Data auf (und zitieren nur deutsche Beispiele). Das sollte aber niemanden abhalten, einen Texte einzureichen.

=== CfP: Sammelband zu Linked Open Library Data ===

Deadline: 28.02.12

Linked Open Data (LOD) gewinnt in der Bibliothekswelt zunehmend an Bedeutung. Jüngst haben etwa die Absichtserklärung [1] der Conference of European National Librarians (CENL), Open Data zu publizieren sowie die Ankündigung [2]der Library of Congress, eine neue bibliographische Infrastruktur auf Basis von Linked-Data-Prinzipien aufzubauen, diese Entwicklung verstärkt.  Im deutschsprachigen Raum sind als wichtige aktuelle Entwicklungen die Freigabe von Katalogdaten durch den Bibliotheksverbund Bayern (BVB) und den Kooperativen Bibliotheksverbund (KOBV) sowie die Veröffentlichung [3] eines rechtlichen Leitfadens zu Katalogdaten als Open Data und der Empfehlungen [4] der DINI-AG KIM zur Öffnung bibliothekarischer Daten zu nennen.

In einem Sammelband soll das Thema Linked Open Data aus bibliothekarischen Einrichtungen nun von verschiedenen Seiten näher vorgestellt werden. Dabei sollen sowohl die technischen Seiten (Linked Data) als auch die verschiedenen Aspekte der Offenheit von Daten (Lizenzen, Zugang) behandelt werden. Der Sammelband soll neben fachlichen Artikeln zur Einführung in die Thematik auch grundlegende Konzepte sowie Anwendungsbeispiele und Projekte in verschiedenen Institutionen dokumentieren.

Ziel ist es, einen möglichst weiten Überblick über den Themenbereich Linked Open Data in der Bibliothekswelt zu liefern und den aktuellen Stand der Entwicklung und Diskussion darzustellen. Der Band gliedert sich in die folgenden zwei Teile:

A) Theoretische Einführungen in den Themenbereich und die zugrunde liegenden Konzepte
B) Konkrete Projekte, Best Practices, Probleme und Diskussionen

Praktiker und Theoretiker aus Bibliotheken, Verbünden und Hochschulen sowie Softwareanbieter und Konsumenten bibliografischer Daten sind hiermit eingeladen, ihre fachlichen Beiträge zu den folgenden möglichen Themen einzureichen:

  • Einführungen in RDF, RDFS, OWL, SPARQL etc.
  • Produktion und Publikation von LOD in bibliothekarischen Einrichtungen
  • Rechtliche Aspekte der Freigabe von Daten (Voraussetzungen, Lizenzen etc.)
  • Konsum und Produktion  von Linked Open Data auf Basis bestehender Bibliothekssysteme und Recherchewerkzeuge
  • Bibliothekssysteme der nächsten Generation und Linked Open Data
  • LOD, Europeana und Deutsche Digitale Bibliothek
  • LOD-Projekte und -Dienste aus Bibliotheken und Verbünden.

Bitte senden Sie kurze Abstracts (max. 1500 Zeichen inkl. Leerzeichen) sowie eine vorläufige Gliederung und eine kurze biografische Notiz bis zum 28. Februar 2012 an lold@bibliothek2null.de.

Der Sammelband wird als Hybridpublikation beim deGruyter Verlag erscheinen. Die Veröffentlichung erfolgt als Open Access Online Publikation und als gedrucktes Buch. Der Verlag übernimmt den Satz und das Lektorat. Bei der Textentwicklung muss die Formatvorlage des Verlags verwendet werden. Alle Artikel des Sammelbandes sollen unter einer Creative Commons Lizenz (CC-BY oder CC-BY-SA) erscheinen. Bitte geben Sie die von Ihnen gewählte Lizenz bereits bei der Einreichung des Abstracts an.

=== Call for Papers – Alle Termine ===

Einreichung der Abstracts: bis  28.02.12
Information über die Auswahl:10.03.12
Abgabe der Artikel als druckfertige Version (max. 60.000 Zeichen inkl. Leerzeichen): 01.05.12
Rückfragen und kleine Korrekturen: bis 01.06.12
Anschließend Druck und Produktion

=== Links ===
[1] https://app.e2ma.net/app/view:CampaignPublic/id:1403149.7214447972/rid:48e64615892ac6adde9a4066e88c736c
[2] http://www.loc.gov/marc/transition/news/framework-103111.html
[3] http://www.hbz-nrw.de/dokumentencenter/veroeffentlichungen/open-data-leitfaden.pdf
[4] https://wiki.d-nb.de/pages/viewpage.action?pageId=45419980

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