Im Rahmen des Master-Studiengangs Information Science an der HTW Chur müssen Studierende im vierten Semester unter anderem im Modul „Informationsethik“ bei Prof. Rainer Kuhlen als Teil des Leistungsnachweises zu einer These ein Essay verfassen. Wir stellen ausgewählte Essays aus dem vergangenen Frühlingssemester 2012 in den nächsten Tagen hier im Blog vor.

 

„Je freier/offener der Zugriff zu Wissen und Information gemacht wird, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch weiterhin in der Wirtschaft damit verdient werden kann.“
Thesen-Essay im Rahmen des Moduls „Aktuelle Themen der Informationswissenschaft 2: Informationsethik – Wissensökologie – Wissen und Information als Commons“
im Studiengang Master of Science in Information Science der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Chur
Autor: August Scherer-Hug

Von Boykotten und Piraten – eine Einleitung
„Ich werde nicht publizieren, nicht begutachten und keine redaktionellen Arbeiten übernehmen.“ Mit dieser Form der Arbeitsverweigerung unterstützen weltweit immer mehr Wissenschaftler einen Boykottaufruf gegen das Geschäftsgebaren des Fachverlages Elsevier. Die erst anfangs dieses Jahres unter dem Titel „The cost of knowledge“ lancierte Protestnote wurde bereits von über 11’000 Forschenden (Stand anfangs Mai 2012) unterzeichnet – Tendenz nach wie vor steigend. Auslöser für diese globale Empörung ist die schon seit mehreren Jahren anhaltende kontinuierliche Steigerung der Subskriptionskosten für wissenschaftliche Zeitschriften, verbunden mit oft undurchsichtigen Paketangeboten der Verlage, um auch weniger gefragte Titel wirtschaftlich noch verwerten zu können. Diese Entwicklung – in Deutschland seit längerem unter dem Schlagwort „Zeitschriftenkrise“ bekannt – erfasst nun auch die grossen, renommierten Universitäten bzw. deren für die Informationsversorgung zuständige Bibliotheken. So rief der Fakultätsrat der Harvard-Universität Mitte April seine weit über 2’000 Forschenden dazu auf, ihre Forschungsergebnisse nicht mehr in kostspieligen Journals zu veröffentlichen, sondern wenn immer möglich Open Access Titel zu bevorzugen, da sich die Bibliothek die Anschaffung dramatisch teurer werdender Fachzeitschriften nicht mehr leisten könne.

Wer nun glaubt, dass sich die Diskussion um den freien – oder zumindest den weniger verknappten – Zugang zu Wissen auf das Wissenschaftssystem beschränkt, sieht sich durch den derzeitigen Erfolg der Piratenpartei in Deutschland eines Besseren belehrt. Zwar wird sich weisen müssen, ob es ihr als Themenpartei gelingen wird, sich im doch sehr festgefahrenen Politikalltag mit seinen klaren Vorgaben zu etablieren. So wurde sehr rasch das nur rudimentär vorhandene Parteiprogramm bemängelt, und die eine oder andere nicht eben geschickt formulierte Aussage von frisch gewählten Landesparlamentariern hat entsprechende Vorurteile hierbei sicherlich untermauert. Nichtsdestotrotz muss aber attestiert werden, dass es hier einer noch ganz jungen Partei gelungen ist, die durchaus berechtigten Interessen und Anliegen ihrer Wählerinnen und Wähler anzusprechen, so dass eine Wahl von Vertreterinnen und Vertretern der Partei in die Parlamente überhaupt erst möglich wurde – im Gegensatz etwa zum wenig erfolgreichen Abschneiden einer Wirtschaftspartei wie der FDP. Dabei versteht sich von selbst, dass auch ein gewisser Anteil an Protest- und Juxwählern zum Erfolg verholfen hat. Ziehen wir aber Parallelen zur Entwicklung beispielsweise der Partei der Grünen, so ist zumindest nicht auszuschliessen, dass es den „Piraten“ (ob der Name langfristig förderlich ist, sei dahin gestellt), oder besser, den durch diese vertretenen inhaltlichen Anliegen gelingen kann, fester Bestandteil der politischen Agenda zu werden.

In diesem Kontext wollen wir im Folgenden darzustellen versuchen, inwiefern die Prinzipien einer „alten“ Ökonomie der knappen Güter sowie des Primats von Angebot und Nachfrage in einer zunehmend digitalen Welt der immateriellen Güter noch Sinn machen, und ob nicht neue Modelle, die einen möglichst freien und offenen Zugang zu Wissen unterstützen, unter wirtschaftlichen, aber auch informationsethischen Gesichtspunkten erfolgsversprechend sein können.

Verständnis für die Situation der Wirtschaft – aber nur ein wenig
Es wird niemand bestreiten können, dass der durch die Digitalisierung und die Verbreitung des Internets als globales Kommunikationsnetz angeschobene Strukturwandel in vielen Wirtschaftsbranchen zu massiven Umbrüchen geführt und auch seine Opfer gefordert hat. Denken wir etwa an den Foto-Pionier Kodak, der anfangs dieses Jahres, nach lange andauernder Agonie, den Insolvenzantrag stellen musste; denken wir an die vielen Musik-Fachgeschäfte oder auch den Buchhandel, welche durch Download-Portale abgelöst und durch den Vertrieb über Internet verdrängt werden; oder denken wir an die Datatypistin und den Schriftsetzer, deren Berufe bis auf wenige Ausnahmen mangels Bedarf vom Aussterben bedroht sind. Solche, durch Innovationen provozierte Umwälzungen waren und sind im wirtschaftlichen Umfeld stets präsent, und in diesem Sinne sind die aktuellen Auswirkungen durch die Möglichkeiten des Web keine neuen Phänomene.
Auch die im Wissenschaftsbetrieb immer wieder angeführte Problematik, dass sich Verlage die durch den Staat finanzierten Produkte der Forschung (Publikationen) „aneignen“ und sich diese wiederum durch den Staat bezahlen lassen, indem sie sie an die Bibliotheken eben dieser Forschungseinrichtungen verkaufen, steht nicht gänzlich isoliert im „Wirtschaftsraum“, sondern weist zumindest Parallelen etwa zur Ausschöpfung von Bodenschätzen oder der Vergabe von Konzessionen auf, wobei hier – meist im Gegensatz zum Wissenschaftsbetrieb – immerhin Rechte abgegolten werden und ein grösseres unternehmerisches Restrisiko bestehen bleibt.
Solange wir uns nun in einer Welt der physischen Güter bewegen und wir es mit traditionellen Wertschöpfungsketten mit Produktion und Distribution etc. zu tun haben, scheinen uns auch unanständig hohe Gewinne (z.B. Erdölindustrie) nicht oder nur wenig zu stören, sind das physische Gut und dessen Verbrauch doch offensichtlich, so dass unsere Sozialisierung, gekoppelt mit unserem individuellen Erfahrungshintergrund, zu einer hohen Akzeptanz dieser Mechanismen zu führen scheint.

Dass das Wirtschaftssystem versucht, die Mechanismen im Umgang mit physischen Gütern auf das ökonomische Potential immaterieller Güter zu übertragen, kann ihr grundsätzlich wohl nicht vorgeworfen werden, dürfte dies doch durch die spezifische berufliche Prägung der verantwortlichen Personen begründbar und darüber hinaus auch schlicht „menschlich“ sein. Anders scheinen nun aber die Kundinnen und Kunden auf diese Geschäftsmodelle zu reagieren, wie wir in der Einleitung exemplarisch dargestellt haben. Denn die künstliche Verknappung durch die verschiedenartigsten Beschränkungen der Zugänge zu immateriellen Gütern und damit zu Wissen sind nicht mehr durch zusätzliche Grenzkosten (Kosten für die Herstellung einer einzelnen zusätzlichen Produktionseinheit) begründbar, sondern unterliegen überwiegend dem Streben, Gewinne zu maximieren und die Ansprüche der Shareholder zu befriedigen. Verschärfend kommt dazu, dass die Produktion und Publikation bzw. die Distribution eines elektronischen Gutes oder einer Dienstleistung durch die sich rasch entwickelnden Möglichkeiten neuer Tools immer einfacher werden, so dass die Notwendigkeit, unterstützende Dienstleistungsangebote in Anspruch nehmen zu müssen, kontinuierlich abnimmt, und mit ihr die Bereitschaft sinkt, für entsprechende Dienste zu bezahlen. Die durchaus wertvollen Funktionen beispielsweise eines Verlages wie Lektorat, Marketing etc. wollen wir dabei nicht in Abrede stellen. Es zeichnet sich jedoch ab, dass die Vergütungsbereitschaft künftig kritischer hinterfragt und nur noch für spezifische Dienstleistungen bestehen wird.
Im Folgenden wollen wir nun aber aufzeigen, dass das Festhalten des Wirtschaftssystems an den bekannten Geschäftsmodellen nicht nur bezüglich der Kundenakzeptanz problematisch ist, sondern – und dies ist weit gravierender – eine bewusste Verknappung von Informationsgütern und Wissen auch ökonomisch nicht sinnvoll ist. Begleitet werden die Ausführungen durch informationsethische Argumente, die am Rande bereits im Vorhergehenden angesprochen wurden.

Vieles ist bekannt, vieles wird (noch) verkannt – „neue“ Geschäftsmodelle für immaterielle Räume
Es mag unklug sein, ausgerechnet den Wissenschaftsbetrieb als „Vorbild“ für den Nutzen eines offenen und freien Zugangs zu Wissen anzuführen mit dem Anspruch, dass die Vorteile eines solchen Systems auch unter ökonomischen Rahmenbedingungen Bestand haben müssten. Aber selbst wenn die wohl wesentlichen Anteile der Generierung neuen Wissens unter der schützenden Haube staatlich garantierter und finanzierter Wissenschaftsfreiheit entstehen, so liegen im Grundprinzip des wissenschaftlichen Arbeitens doch Vorteile, die auch in einem ökonomischen Kontext zu überzeugen wissen. Können wir, wohlgemerkt im Idealfall, nämlich davon ausgehen, dass jeder Erkenntnisgewinn weltweit nur einmal erarbeitet werden muss, und dass jede vorstellbare weiterführende Arbeit aufbauend auf diesem Wissen zu wiederum neuen Erkenntnissen führt, die ihrerseits nur einmal hergeleitet werden müssen, dann könnten wir hinsichtlich eines verantwortungsvollen und nachhaltigen Ressourceneinsatzes sicherlich von einer optimalen Situation sprechen.

Aus wirtschaftlicher Sicht spricht gegen eine solche Praxis das Argument, dass ein Knowhow-Vorsprung in der Regel zu einem wesentlichen Wettbewerbsvorteil führt, was für die einzelne Unternehmung sicherlich unbestritten ist. In einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung wird es aber durchaus vorkommen, dass das ökonomische Potential dieses Knowhows weit über die Möglichkeiten der Abschöpfung durch den individuellen Wissensbesitzer hinaus geht. Führen wir als Beispiel – ganz bewusst aus der Welt der physischen Produkte gewählt – die Herstellung von Generika an: Solange das Originalpräparat geschützt ist, wird es normalerweise vom Rechteinhaber zu einem konstant hohen Preis angeboten, unabhängig davon, ob die dafür eingesetzten Forschungs- und Investitionskosten bereits amortisiert sind oder nicht. Sobald die Schutzfrist abgelaufen ist und von einem oder mehreren Anbietern ein Generikum des Originalmedikaments auf den Markt gebracht wird, sinken die Preise, wodurch aber gleichzeitig neue, weniger finanzkräftige Kundengruppen angesprochen werden können. Nicht selten werden dadurch tiefere Pro-Stück-Erträge durch grössere Verkaufsvolumina kompensiert bzw. oft auch übertroffen. Ganz abgesehen von damit verbundenen Vorteilen aus rein ethischen Gründen würde – es sei nochmals betont – aus gesamt- und nicht individualwirtschaftlichen Überlegungen deshalb vieles dafür sprechen, keinen Patentschutz für Medikamente zu gewähren.

Dass solche Modelle insbesondere in einem immateriellen Umfeld bestens funktionieren können und Vorteile aufweisen, ist aus Untersuchungen zu Open-X-Produkten, wie wir sie nennen können, hinreichend bekannt:
Open Source Software verfügt verglichen mit kommerziellen Produkten oft über eine höhere Stabilität und eine verbesserte Sicherheit, da sich mehr Leute mit dem offenen Programmiercode auseinandersetzen, Fehler dadurch rascher behoben und Sicherheitslücken schneller entdeckt werden. Längst haben sich Schulungs- und Support-Dienstleistungen als wirtschaftlich erfolgreiche Geschäftsmodelle etabliert, auch wenn das eigentliche Wissensprodukt in Form einer Applikation kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Open Educational Resources ermöglichen den Austausch und die Weiterverwendung von Lehr- und Lernressourcen für Lehrpersonen und Dozierende. Diese steigern damit die Effizienz in ihrer Unterrichtsvorbereitung und können sich Freiräume für die Bewältigung der stetig anwachsenden Anforderungen (z.B. Elternarbeit, administrative Tätigkeiten etc.) schaffen, womit wir durchaus indirekte ökonomische Effekte geltend machen können.

Open Access Publikationen werden oft breiter rezipiert und häufiger zitiert (generieren also einen grösseren Nutzen) als Publikationen in traditionellen Journals. Losgelöst von der Problematik der ausgeprägten „Ranking-Orientierung“ unseres Wissenschaftssystems können wir folglich daraus ableiten, dass verbreitetere offene Publikationsformen auch zu grösseren ökonomischen Effekten durch verbesserte oder neue Produkte führen werden. Und so weiter, und so fort – die Liste liesse sich fast beliebig fortsetzen.

Unbestritten ist sicherlich, dass wir uns in einer Übergangsphase befinden, in der traditionelle und neue Geschäftsmodelle und die damit verbundenen Interessen vermehrt miteinander in Konkurrenz treten. Die in der Einleitung angeführten Beispiele sind deutliche Zeichen dafür, dass ein Umdenken im Gange ist und sich immer mehr Personen und Institutionen für die neuen Modelle aussprechen – sei es aus Zwang auf Grund abnehmender Ressourcen, sei es auf Grund von Einsichten, die zu einem Umdenken geführt haben, oder sei es – und dieser Punkt ist sicherlich nicht zu unterschätzen – auf Grund dessen, dass es allmählich „salonfähig“ wird, sich zur Open-Bewegungen zu bekennen, und die diesbezüglichen Hemmschwellen in den letzten paar Jahren deutlich gesunken sind.

Schliessen wir diesen Abschnitt aber ab mit einigen informationsethischen Aspekten: Unter dem Gesichtspunkt der Wissensökologie betont die Deutsche UNESCO-Kommission die Bedeutung eines freien Zugriffs auf Wissen und Information zu fairen Bedingungen. Dabei spielen auch die Überwindung der verschiedenen digitalen Klüfte (Altersgruppen, Gender-Aspekte, kulturelle Unterschiede etc.) oder die Langzeiterhaltung von digitalen Objekten eine wichtige Rolle. Freier Zugriff meint nicht zwingend kostenloser Zugriff, als entscheidend wird aber angeführt, dass eine wirksame Balance zwischen kommerzieller Verwertung und öffentlicher freier Nutzung gefunden werden muss, bei der die eingeschränkte Nutzungsmöglichkeit die Ausnahme und nicht der Regelfall sein soll.

Ob es aus einer globalen Perspektive betrachtet gelingen kann, die Entwicklungsschritte der Schwellen- und Drittweltländer durch den freien Zugang auf das der Menschheit potentiell zur Verfügung stehende Wissen zu beschleunigen, sei dahingestellt. Initiativen wie „One Laptop per Child“ entfalten in einzelnen Regionen durchaus ihre positive Wirkung, mit dem Zugang alleine sind die Probleme dieser Länder jedoch noch nicht gelöst. In jedem Falle scheint es im Mindesten aber die Pflicht der entwickelten Länder dieser Erde zu sein, gerade diesen Völkergruppen den ungehinderten und möglichst uneingeschränkten Zugang zu Wissen zu garantieren, nachdem wir jahrzehntelang und hemmungslos die natürlichen Ressourcen dieser Erde überproportional genutzt haben und auch weiterhin noch überproportional nutzen werden.

Was noch zu tun wäre – zum Abschluss
Machen wir zum Schluss dieses kurzen Essays ein Gedankenexperiment, indem wir uns eine Welt vorstellen, in der alle Menschen in technischer und ökonomischer Hinsicht jederzeit ungehinderten Zugang zum bisherigen und künftigen Weltwissen haben. Es ist offensichtlich, dass damit zwar eine entscheidende Hürde weniger zu überwinden wäre, dass wir aber nach wie vor hinreichend zu tun hätten. Nennen könnten wir dazu: die Pflege, den Ausbau und die Weiterentwicklung unserer Netzwerkinfrastruktur; die Aus- und Weiterbildung der nachfolgenden Generationen, um das verfügbare Wissen überhaupt nutzen zu können; damit eng verbunden die permanente Förderung der Medien- und Informationskompetenz aller Menschen mit dem Ziel der Schliessung der digital divides; die Wahrung der kulturellen Vielfalt als besondere Herausforderung für alle „Bewohner“ des „virtuellen globalen Dorfes“; die Förderung von Innovationen in einem ökonomischen Umfeld, welches nur noch kurzfristig von Wettbewerbsvorteilen durch Wissensvorsprünge profitieren kann; die Förderung einer ausgewogenen Medienlandschaft als Grundlage für eine freie Meinungsbildung (verbunden mit der Freiheit der Meinungsäusserung) und für eine funktionierende demokratische Gesellschaft; und schliesslich die Sicherung unserer Privatsphäre mit der individuellen Entscheidungsfreiheit, was wir in virtuellen Räumen von uns preisgeben wollen.

Es versteht sich von selbst, dass alle diese Leistungen nur durch ein funktionierendes Wirtschaftssystem erbracht werden können und von diesem getragen werden müssen. Es dürfte aber ebenso offensichtlich sein, dass es gleichsam paradox ist, unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in erster Linie für die künstliche Verknappung und Beschränkung des Zugangs zu immateriellen Gütern und zu Wissen einzusetzen, wenn, wie wir versucht haben aufzuzeigen, ein erheblich grösseres ökonomisches Potential in neuen Geschäftsmodellen steckt. Dass es dazu den Mut braucht, vertrautes Terrain zu verlassen und neue Wege zu beschreiten, ist unbestritten. Erfolgreiches Unternehmertum zeichnete sich aber immer durch diesen Mut und solche Qualitäten aus.

Ob wir uns damit auf den Weg begeben, alles „kleine Piraten“ zu werden, kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Gegen ein unter informationsethischen Gesichtspunkten einwandfreies „Piratentum“, das sich gegen wirtschaftlich nicht begründbare Schranken wehrt, ist, so scheint mir, aber nichts einzuwenden. Begleiten wir deshalb wohlwollend, aber aufmerksam und durchaus auch kritisch die weiteren Entwicklungen unserer Informations- und Wissensgesellschaft.