Im neuen Sammelband Interdisziplinäre Zugänge zu technologiegestütztem Lernen haben Wolfgang Semar und Nadja Böller einen Beitrag mit dem Titel „Kompetenzentwicklung beim Lernen-in-Netzen durch Rollenvorgaben“ publiziert.

Das wesentliche Potential von E-Learning wird vor allem darin gesehen, dass es weitgehend flexibel ist und an unterschiedliche Lernsituationen durch verschiedene Grade anpassbar ist. Bei der Gestaltung virtueller Lernsituationen spielen geeignete Lernaufgaben eine zentrale Rolle. In der Gruppe sind der Konstruktionsprozess sowie die Situiertheit ein sozialer Vorgang, d.h. dass ein tiefer gehendes Verständnis erst durch die sozialen Kommunikations- und Kooperationsprozesse entsteht. Soll eine Gruppe ein bestimmtes Ziel erreichen, dann ist es notwendig, dass die Gruppenmitglieder verschiedenen Typen von Funktionsrollen übernehmen. Hierzu gehören Tätigkeiten wie das Ergreifen von Initiative, Information suchen oder weitergeben, koordinieren, Energie und Antrieb vermitteln und Meinungen erforschen. Der Beitrag zeigt, wie diese sozialen Kommunikations- und Kooperationsprozesse durch die Einführung bestimmter Rollenkonzepte für die einzelnen Gruppenmitglieder gefördert werden kann.