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InfoWiss Chur

Blog des Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft

Schlagwort: Berlin

Call for Paper: Inetbib-Tagung (März 2013, Berlin)

Im neugebauten Grimm-Zentrum (Bibliothek der Humboldt Universität zu Berlin) und nur zum Teil renovierten, ansonsten wilhemisch untergebrachten Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt Universität findet im März 2013 die nächste Inetbib-Tagung statt. (Inetbib = Internet in Bibliotheken) Für diese gibt es schon einige Zeit einen Call for Paper zum recht langatmigen Thema: „Angebot und Nachfrage: Was erwarten unsere Nutzer und unsere Nichtnutzer von uns?“ (Eine gefährliche Frage, denn was soll eine Bibliothek machen, deren Nutzerinnen und Nutzer nichts erwarten?) Aufgerufen zur Einreichung sind Kolleginnen und Kollegen aus der bibliothekarischen Praxis und der begleitenden Forschung.

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Wird Open Access nur noch in Universitäten stattfinden? Zu einer Podiumsdiskussion am 10.05. in Berlin.

Im Café Moskau in Berlin fand am 10.05. unter anderem die letzte Podiumsdiskussion der Informare! 2012 statt, auf der es um die Frage ging, welche Marktmodelle von Open Access sich in Zukunft durchsetzen werden. Auf dem Podium sassen Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaftsverlagen, der Bibliothek der Universität Konstanz, der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie der Max Planck Gesellschaft. Grundsätzlich war die Diskussion von einem grösseren Verständnis geprägt, als dies noch vor einigen Jahren möglich gewesen wäre. Insbesondere die Verlage akzeptierten, dass sie eine mögliche Rolle in der Distribution von Open Access übernehmen können, aber weder pochten sie darauf, die einzige sinnvolle Einrichtung dafür zu sein, noch wurde – im Gegensatz zur diesjährigen Bielefeld-Konferenz – das falsche Bild von den Verlagen und Bibliotheken, welche angeblich in einem Boot gegen Amazon und Google sitzen würden, bemüht. Selbstverständlich: Man kann sich immer noch mehr wünschen. (So wartete man vergeblich darauf, dass jemand mal laut sagt, dass es in der Wissenschaftskommunikation um Distribution geht und deshalb nicht, wie die Verlagsvertreterin und der Verlagsvertreter beständig einforderten, die Kostenanalyse von Angeboten im Vordergrund stehen muss. Ausserdem wurde mehrfach betont, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen sollten und nicht sich damit beschäftigen, Texte zu verbreiten – was schon die Frage aufwirft, wie sich auf dem Podium wissenschaftliche Arbeit vorgestellt wird. Aber wie immer war das Format so, dass die Diskussion mit dem Publikum einfach zu kurz kam.)

Ein anderer interessanter Aspekt der Podiumsdiskussion war, dass in der zweiten Hälfte beständig Bilder benutzt wurden, um Sachverhalte zu vermitteln, die nicht stimmten. Weiterlesen

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