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Blog des Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft

Schlagwort: Big Data

Big Data, Data Science und Industrie 4.0 – Masterabsolventen im Gespräch

Angesichts der wachsenden Flut von Daten in der Wirtschaft, öffentlichen Institutionen und allen wissenschaftlichen Disziplinen wird die Herausforderung immer grösser, aus den gesammelten Daten relevante Erkenntnisse zu gewinnen. Um von der rasanten Entwicklung nicht abgehängt zu werden, braucht es das spezifische Know-how von Datenspezialisten. Zwei Absolventen der Masterstudienrichtung Information and Data Management berichten im neusten Blogbeitrag von ihren Erfahrungen im Berufsalltag.

Big Data, Data Science und Industrie 4.0

Big Data − was gebe ich preis?

Was wir im Internet tun, zeigt, wer wir sind.

Multinationale Firmen sammeln unsere Daten und verkaufen sie angeblich anonymisiert weiter. Es zeigt sich aber, dass diese Daten ganz und gar nicht anonymisiert sind. Ein Tool, das eigentlich ein Sicherheitsschutz für das Surfen sein soll (Web of Trust, WoT), ist in Wirklichkeit eine Beobachtungssoftware. Die Software zeichnet im Hintergrund das Surfverhalten des Nutzers auf und sendet diese Daten an einen Server im Ausland. Dort wird ein Profil erstellt, bei dem Datum, Uhrzeit, Ort und angesteuerte Web-Adresse gemeinsam mit einer Nutzerkennung abgespeichert werden. Diese Daten gehen dann an Zwischenhändler, die sie auf dem Datenmarkt zum Verkauf anbieten.

Quelle: 8thBridge 2013, Grafik: Südostschweiz

Quelle: 8thBridge 2013, Grafik: Südostschweiz

Die Web-Verläufe geben alle Geheimnisse aus dem Berufs- und Privatleben preis. Damit wird unsere Privatsphäre in keinster Weise mehr respektiert. Experten haben sich diese Datensätze angesehen und konnten viele Nutzer eindeutig identifizieren. Zum Beispiel über E-Mail-Adressen, in denen der Name steht, oder Anmeldenamen und andere Bestandteile aufgerufener URLs. Darin sind auch Namen, Anschriften, Telefonnummern und E-Mail-Adressen von Bekannten und Verwandten enthalten. Kriminelle könnten somit Personen mit den Details zu ihrem Surfverhalten erpressen.

 

 

Dieser Beitrag von Wolfgang Semar erschien in der Printausgabe der Zeitung Südostschweiz vom 13.12.2017. Download des Artikels

Ein ausführlicherer Bericht ist auf dem Blog Wissensplatz zu finden: http://wissensplatz.htwchur.ch/big-data-welche-daten-gebe-ich-preis/

Big Data Boom lässt Bedarf nach Chief Data Officers wachsen

Laut einer Veröffentlichung des Marktforschungs- und Analyseunternehmens Gartner lässt die wachsende Bedeutung von Big Data für Unternehmen aller Grössenordnungen zunehmend ein neues Berufsbild entstehen: Die Position des Chief Data Officers (CDO). Dies soll keine Konkurrenz zum bereits etablierten Chief Information Officer (CIO) darstellen, sondern beide Rollen sollten sich laut Gartner idealerweise ergänzen. Der CDO sei ein Partner des CIO, konzentriere sich allerdings vor allem auf das Management von Daten und zentrale Prozesse rund um die Koordination von Datenflüssen innerhalb einer Organisation, so dass sich der CIO wiederum auf seine Kernaufgaben fokussieren könne.

Vor allem Banken, Regierungseinrichtungen und Versicherungen sind die ersten grossen Bereiche, in denen die Rolle des CDOs bereits jetzt an Bedeutung gewinnt. Gartner geht davon aus, dass bis 2015 ein Viertel aller grossen global agierenden Unternehmen einen CDO bestimmt haben werden.

Pressemeldung von Gartner

Tagesanzeiger erklärt BigData

Gestern erklärte der Tagesanzeiger seinen Leserinnen und Lesern Big Data, allerdings nicht als Forschungsdatenmanagement, sondern als Marketing- und Geschäftsplanungstool. Trotzdem sehr einprägsam: Barandun, Angela (2013) / Das Muster im Datenchaos. In: Tagesanzeiger, 08.04.2013, http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Das-Muster-im-Datenchaos/story/24936251

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