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InfoWiss Chur

Blog des Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft

Schlagwort: Master of Science

Informationsethik und die Digitalisierung im Gesundheitswesen

Im Rahmen der Masterstudienrichtung Information and Data Management an der HTW Chur verfassen Studierende im Modul „Informationsethik“ bei Prof. Rainer Kuhlen als Teil des Leistungsnachweises zu einer These ein Essay. Ausgewählte Essays aus dem Herbstsemester 2016 werden hier im Blog vorgestellt.

Ein Essay von Imke Schubert

Das Gesundheitswesen ist, wie die meisten anderen Wirtschaftsbereiche im Informationszeitalter, stark von der Digitalisierung betroffen und eignet sich von einem informationsethischen Gesichtspunkt her besonders gut als beobachtbarer Teilbereich, da hier eine bereits seit langer Zeit etablierte normative Ethik als moralische Grundlage bei der Umsetzung aller möglichen Abläufe gilt: Im Gesundheitswesen ist moralisches Handeln vorausgesetzt und gesetzlich genormt – welchen Stellenwert ordnet man der Informationsethik beim Transfer dieser Handlungen in den digitalen Bereich zu?

Diese Fragestellung soll im Folgenden durch das Aufbringen von aus der Literatur entnommenen Argumenten und von Fachleuten aus der Praxis gewonnenen Eindrücken von mehreren Seiten betrachtet werden. Ziel ist es zu prüfen ob die Informationsethik, als Teilbereich der Ethik, bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen einen ähnlich hohen Stellenwert geniesst wie z.B. die Medizinethik. Es soll auch diskutiert werden, ob der Informationsethik ein solcher Stellenwert überhaupt gebührt und ob eine normative Informationsethik bei der Digitalisierung von medizinischen Daten tatsächlich konstruktiv wirkt oder ob sich daraus Redundanzen oder auch neue Schwierigkeiten ergeben. Zudem wird auch nach interessanten, noch relativ unerschlossenen Forschungsthemen für die Informationsethik im digitalen Gesundheitsdaten-Management gesucht, welche sich vielleicht für eine Master-Thesis eignen würden.

Das ausführliche Essay kann hier heruntergeladen werden: Essay Informationsethik und die Digitalisierung im Gesundheitswesen von Imke Schubert

Der grüne Weg: Erfolgsroute oder Sackgasse?

Im Rahmen der Masterstudienrichtung Information and Data Management an der HTW Chur verfassen Studierende im Modul „Informationsethik“ bei Prof. Rainer Kuhlen als Teil des Leistungsnachweises zu einer These ein Essay. Ausgewählte Essays aus dem Herbstsemester 2016 werden hier im Blog vorgestellt.

Der grüne Weg: Erfolgsroute oder Sackgasse?
Eine Diskussion institutioneller Open Access-Mandate aus informationsethischer Perspektive

Ein Essay von Susanne Manz

Universitäten und andere Forschungseinrichtungen verpflichten ihre Angehörigen zunehmend dazu, die Ergebnisse ihrer Arbeit Open Access – also für jedermann frei zugänglich – zu publizieren. Eine Haltung, die mittlerweile auch von zahlreichen Förderinstitutionen wie dem Nationalfonds unterstützt wird, um der Öffentlichkeit den kostenlosen Zugang zu diesen Publikationen zu ermöglichen. Jener Öffentlichkeit notabene, die über Steuergelder genau diese Forschung überhaupt erst ermöglicht, die heute aber nicht selten gleich dreifach dafür bezahlen muss: Zuerst für die Forschung, danach für die Begutachtung durch andere Forscher und schliesslich für den Zugriff auf die veröffentlichten Resultate.

Doch wo die einen von Fairness und öffentlichem Interesse sprechen, protestieren auf der Gegenseite viele Wissenschaftler gegen die Beschneidung ihrer Publikationsfreiheit und fürchten um ihre Karrieren in einem Umfeld, das sich nach wie vor stark am Journal Impact Factor orientiert. Unterstützt werden die Autoren dabei von den kommerziellen Verlagen, die ihre lukrativen Geschäftsmodelle in Gefahr sehen. Im öffentlichen Diskurs wird dann nicht selten mit der ganz grossen Kelle angerichtet: Das reicht von Warnungen vor „Staatsverlagen“ bis hin zur UN-Menschenrechtsdeklaration, die durch Open Access-Mandate gefährdet würde.

Wie ist dieses Dilemma aus einer informationsethischen Perspektive zu beurteilen? Das vorliegende Essay diskutiert die verschiedenen Argumente und versucht aufzuzeigen, wie die Interessen der beteiligten Akteure besser miteinander vereinbart werden könnten.

Das ausführliche Essay kann hier heruntergeladen werden: Essay Open Access von Susanne Manz

Ist Organisationsentwicklung Bullshit? (Tristan Triponez)

Im Rahmen des Master-Studiengangs Information Science an der HTW Chur müssen Studierende im zweiten Semester unter anderem im Modul „Organisationsentwicklung“ als Teil des Leistungsnachweises ein Essay verfassen. Die Aufgabe bestand darin, die vorgegebene These kritisch (im Sinne der Dialektik) zu diskutieren und dazu einen dreiseitigen Essay (max. 10‘000 Zeichen inkl. Leerzeichen) anzufertigen. Wir stellen ausgewählte Essays aus dem vergangenen Frühlingssemester 2011 in den nächsten Tagen hier im Blog vor.

Ist Organisationsentwicklung Bullshit?

These: Der Erfolg einer Organisationsentwicklung wird von der Bereitschaft und Fähigkeit weniger Personen in der Organisation bestimmt und nicht von der Güte des Projekt- und Pro-zessdesigns der Organisationsentwicklung.

Hängt der Erfolg einer Organisationsentwicklung von der Bereitschaft und Fähigkeit weniger Personen in der Organisation ab oder von der Güte des Projekt- und Prozessdesigns der Organisationsentwicklung? Diese von der eingangs aufgeführten These abgeleitete Frage werde ich im nachfolgenden Text behandeln, wobei ich in der Argumentation insbesondere an grössere Unternehmungen denke, für die die Globalisierung eine der zentralen Herausforderungen ist.

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Zum Scheitern von Organisationsentwicklung (Stefanie Schaller)

Im Rahmen des Master-Studiengangs Information Science an der HTW Chur müssen Studierende im zweiten Semester unter anderem im Modul „Organisationsentwicklung“ als Teil des Leistungsnachweises ein Essay verfassen. Die Aufgabe bestand darin, die vorgegebene These kritisch (im Sinne der Dialektik) zu diskutieren und dazu einen dreiseitigen Essay (max. 10‘000 Zeichen inkl. Leerzeichen) anzufertigen. Wir stellen ausgewählte Essays aus dem vergangenen Frühlingssemester 2011 in den nächsten Tagen hier im Blog vor.

Zum Scheitern von Organisationsentwicklung

Nein, das will ich nicht! Diese Aussage hören wir öfters von Kindern, sei es, wenn es Bettgehzeit ist oder wenn es doch an der Zeit wäre, die Bilderbücher wegzuräumen, die seit Monaten nicht mehr interessant waren. Dieses Wegräumen bedeutet für das Kind einen grossen Wandel, eine grosse Veränderung. Wir wissen, dass die meisten Kinder ihre Methoden haben, solche Veränderungen effektiv zu verhindern oder zumindest herauszuzögern. Gleich zu Beginn werden die Standpunkte klar geäussert: Das Kind will keine Veränderung, wir aber möchten einen Schritt weitergehen in der Entwicklung. Ganz offensichtlich kann der ganze Prozess am Widerstand eines Beteiligten scheitern, im diesem Fall an einem willensstarken Kind mit lauter Stimme.
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Entscheidende Faktoren des Erfolges (Philipp Stalder)

Im Rahmen des Master-Studiengangs Information Science an der HTW Chur müssen Studierende im zweiten Semester unter anderem im Modul „Organisationsentwicklung“ als Teil des Leistungsnachweises ein Essay verfassen. Die Aufgabe bestand darin, die vorgegebene These kritisch (im Sinne der Dialektik) zu diskutieren und dazu einen dreiseitigen Essay (max. 10‘000 Zeichen inkl. Leerzeichen) anzufertigen. Wir stellen ausgewählte Essays aus dem vergangenen Frühlingssemester 2011 in den nächsten Tagen hier im Blog vor.

Entscheidende Faktoren des Erfolges

These: Der Erfolg einer Organisationsentwicklung wird von der Bereitschaft und Fähigkeit weniger Personen in der Organisation bestimmt und nicht von der Güte des Projekt- und Prozessdesigns der Organisationsentwicklung.

 

Die zentralen Inhalte der Organisationsentwicklung sind die Fähigkeit der Organisation, sich weiter zu entwickeln und die Bereitschaft ihrer Mitglieder, diese Entwicklung zu fördern und umzusetzen. Dabei ist es offensichtlich, dass jegliche Entwicklung einer Organisation in starkem Masse von der Bereitschaft der Beteiligten abhängig ist, etwa im Sinne der gängigen Redensarten “Wo kein Wille, da ist kein Weg” oder “Es gibt nichts Gutes ausser man tut es”. Diesbezüglich befasst sich die hier formulierte These wohl kaum mit dieser allgemeingültigen Ebene, sondern orientiert sich vielmehr spezifisch an den Aspekten “wenige Personen” und “Güte des Designs”. Dabei wird beim ersten, unterstützenden Aspekt hervorgehoben, dass wenige entscheiden, welcher Erfolg den Massnahmen einer Organisationsentwicklung beschert ist. Die einseitige Orientierung an Methodik und Techniken der Organisationsentwicklung könne kaum längerfristige Erfolge vermitteln, ausser die angewandten Methoden werden durch die wichtigen Führungskräfte entsprechend unterstützt. Einige wenige Persönlichkeiten seien mit ihren Entscheidungen weitaus ausschlaggebender als die Qualität von wohldurchdachten Prozessen und Projekten. Oder noch etwas weiter gedacht: selbst ein qualitativ hoch stehendes Projekt- und Prozessdesign kann den Erfolg einer Organisationsentwicklung nicht erzwingen, dieser liegt in den Händen einiger weniger Führungspersönlichkeiten.

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Die Rolle des Wissens in der Organisationsentwicklung (Regula Merz)

Im Rahmen des Master-Studiengangs Information Science an der HTW Chur müssen Studierende im zweiten Semester unter anderem im Modul „Organisationsentwicklung“ als Teil des Leistungsnachweises ein Essay verfassen. Die Aufgabe bestand darin, die vorgegebene These kritisch (im Sinne der Dialektik) zu diskutieren und dazu einen dreiseitigen Essay (max. 10‘000 Zeichen inkl. Leerzeichen) anzufertigen. Wir stellen ausgewählte Essays aus dem vergangenen Frühlingssemester 2011 in den nächsten Tagen hier im Blog vor.

 

 

Die Rolle des Wissens in der Organisationsentwicklung (Regula Merz)

These: Das größte Problem der Organisationsentwicklung liegt in einer ihrer wichtigsten Grundannahmen, nämlich dass das Wissen in der Organisation selbst vorhanden sei.

Die These nimmt Bezug auf die Annahme, dass wesentliches Wissen in jeder Organisation vorhanden sei und nur jeweils nutzbar gemacht werden müsse (Bau 2011, Einführung, S. 11). Hier stelIt sich die Frage, ob es besonders schwierig sei oder manchmal sogar unmöglich, Wissen in einer Organisation zu aktivieren und zu generieren? Kann es sein, dass relevantes Wissen häufig fehlt oder liegt etwa der „Teufel im Detail“? Welches sind die Ursachen für das in der These geäusserte grosse Problem? Diesen Fragen soll im Folgenden nachgegangen werden.

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Die moderne Gesellschaft als Organisationsgesellschaft (Patricia Gavilano)

Im Rahmen des Master-Studiengangs Information Science an der HTW Chur müssen Studierende im zweiten Semester unter anderem im Modul „Organisationsentwicklung“ als Teil des Leistungsnachweises ein Essay verfassen. Die Aufgabe bestand darin, die vorgegebene These kritisch (im Sinne der Dialektik) zu diskutieren und dazu einen dreiseitigen Essay (max. 10‘000 Zeichen inkl. Leerzeichen) anzufertigen. Wir stellen ausgewählte Essays aus dem vergangenen Frühlingssemester 2011 in den nächsten Tagen hier im Blog vor.

 

 

Die moderne Gesellschaft als Organisationsgesellschaft

These: Der Erfolg einer Organisationsentwicklung wird von der Bereitschaft und Fähigkeit weniger Personen in der Organisation bestimmt und nicht von der Güte des Projekt- und Prozessdesigns der Organisationsentwicklung.

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