In den Bereichen des Bibliothekswesens, welche sich mit Katalogisierung und vor allem der Weiterentwicklung der Katalogregeln beschäftigen, gilt es zur Zeit offenbar als anstrebenswert, Regeln zu entwerfen, die nicht nur aktuell sind und den Grundprinzipien des Semantic Web entsprechen, sondern zudem nicht nur für Bibliotheken gelten. Vielmehr sollen sie, mehr oder minder unausgesprochen, für andere Einrichtungen, die sich mit dem Sammeln von Medien und Daten beschäftigen, ebenso gelten. Wieder einmal sollen Museen, Archive, Dokumentationsstellen und Bibliotheken unter einem Dach von gemeinsamen Regeln zusammengeführt werden. Warum eigentlich ist nicht so klar. (Schliesslich basiert das Semantic Web gerade darauf, dass die einzelnen Bereiche ihre eigenen Standards haben können, soviel sie wollen. Solange die SKOS-fiziert werden können, kann das Semantic Web auch mit hundert unterschiedlichen Standards in Bibliotheken etc. umgehen. Daran würde es nicht scheitern.) Und es ist auch nicht klar, ob die anderen Einrichtungen das überhaupt gut finden. Bislang sind nur die Museen mit den Bibliotheken übereingekommen (wobei die Bibliotheken eigentlich mit sich selber noch nicht endgültig übereingekommen sind), was dazu führte, dass man das ganze Regelwerk, auf das zumindest die beteiligten Teile des Bibliothekswesens stolz waren, weil es so umfassend und skalierbar sei, gleich wieder erweitern musste. Weiterlesen