HTW Chur - SII

InfoWiss Chur

Blog des Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft

Schlagwort: Usability

Studie zur UX der Websites von Schweizer Energieunternehmen

Die Namics AG, eine der führenden Internet-Agenturen der Schweiz, hat eine Studie zur Usability und Attraktivität der Websites der Top 30 Energieunternehmen der Schweiz veröffentlicht. Für die Studie wurde ein mehrstufiger Untersuchungsaufbau verwendet. Zum Einsatz kamen dabei eine Online-Benutzerbefragung, eine Eyetracking-Analyse sowie eine expertenbasierte Evaluation mittels eines Walkthrough-Verfahrens.

Die Eyetracking-Analyse wurde im Usability-Lab der HTW Chur durchgeführt. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, wie Eyetracking gewinnbringend, ergänzend zu klassischen Evaluationsverfahren, eingesetzt werden kann. Im konkreten Fall wurden die Eyetracking-Daten dazu verwendet, die Resultate der Online-Befragung zu verifizieren. Insbesondere sollte mehr über die Hintergründe der von den Befragten vorgenommenen Attraktivitätsbewertungen in Erfahrung gebracht werden. Ausserdem wurde anhand der Blickbewegungsdaten analysiert, wie intensiv bspw. Firmenlogos auf den untersuchten Seiten betrachtet wurden.

Die vollständige Studie kann kostenfrei bei Namics bestellt werden.

Benutzerzentrierte Gestaltung interaktiver Datenvisualisierung

Ende Januar findet in Zürich das nächste Event der Fachgruppen Software Ergonomics / SwissCHI / SwissUPA statt.

Benjamin Wiederkehr von Interactive Things wird in seinem Referat auf den Arbeitsprozess an der Schnittstelle zwischen Data Analysis und User-Centered Design eingehen:

Die stetig wachsenden Bestände an Daten und der Wunsch aus ihnen Erkenntnisse zu gewinnen, verlangt nach einfach zu bedienenden Werkzeugen, um die entsprechenden Aufgaben der Exploration, Evaluation und Kommunikation von Informationen auszuführen. Als Kernstück solcher «Makroskope» können interaktive, dynamische Visualisierungen helfen, ein intuitiv zugängliches, einprägsames und entscheidungsunterstützendes Verständnis der Informationen zu erlangen. Hat sich die Visualisierung doch als eine sehr effektive und effiziente Methode etabliert, um Informationen verstehen zu können.

In der Arbeit an solchen Applikationen treffen zwei unterschiedliche Herangehensweisen aufeinander: Auf der einen Seite erfordert die Repräsentation von Daten eine intensive Auseinandersetzung mit der darunter liegenden Struktur und Textur. Auf der anderen Seite muss ein benutzer-zentrierter Gestaltungsprozess verfolgt werden, um Nützlichkeit und Benutzbarkeit sicherzustellen.

Die Herausforderungen und Chancen werden anhand von angewandten Case Studies aus unserer Arbeit für Kunden wie die UNDP, die UNESCO oder das WEF aufgezeigt und in einem konzeptionellen Prozess-Framework zusammengefasst.

Ich würde mich freuen, wenn sich an dieser Veranstaltung ein paar interessierte Informationswissenschaftlerinnen und Informationswissenschaftler zu mir ins Publikum gesellen würden.

World Usability Day 2012

Technik einfach bedienbar machen – damit beschäftigen sich Usability Professionals. Um das Thema Usability bzw. Gebrauchstauglichkeit noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken sowie den Austausch innerhalb der Community zu fördern, werden seit einigen Jahren am zweiten Donnerstag im November weltweit eine Vielzahl von Veranstaltungen durchgeführt. Zum 8. World Usability Day am 08. November 2012 finden weltweit wieder über 200 Veranstaltungen in mehr als 40 Ländern statt. In Form von Vorträgen, Workshops, Ausstellungen und interaktiven Demos werden aktuelle Entwicklungen, Projekte und Trends im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion beleuchtet.

In der Schweiz steht die Veranstaltung dieses Jahr unter dem Motto „Self-Services: Von Face to Face zu Interface“ und findet im IBM Forum in Zürich statt. In fünf Vorträgen werden unterschiedliche Aspekte der „Selbstbedienung“ behandelt. Das Themenspektrum reicht dabei von Servicedienstleistungen bei Fluggesellschaften bis hin zur Frage wie Self-Service-Angebote für spezifische Zielgruppen wie Senioren und Menschen mit Behinderungen gestaltet werden sollten.

Im Rahmen eines derzeit stattfindenden Projektkurses wird auch ein Gruppe von Studierenden des Bachelor-Studiengangs Information Science am Usability-Day in Zürich teilnehmen. Wir freuen uns auf spannende Vorträge und den Austausch mit den Schweizer Kolleginnen und Kollegen.

Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung sind unter www.usabilityday.ch zu finden.

Fokusgruppen im Usability Engineering

Interessanter Artikel zu Fokusgruppen:
“ Next time you hear the F-word in UX, consider keeping the Focus and losing the Group”

Meines Erachtens sind die angesprochenen Schwachstellen jedoch nicht als absolut zu betrachten, sondern können durch die Integration von kleinen Fragebögen e.g. oder durch geschickte Moderation in vielen Punkten umgangen werden. In jedem Fall also lesenswert und sinnvoll, sich darüber ein paar Gedanken zu machen, welche Stimuli sich wirklich eignen, was man ableitet und wie man im Vorfeld die Gruppe zusammenstellt.

Quo vadis – mehr mobile Endgeräte, weniger Desktops?

Interessantes Interview, das viel Diskussionspotenzial mit sich bringt:

http://radar.oreilly.com/2012/06/desktop-computing-future.html (13.06.2012)

Ich gehe persönlich davon aus, dass auch die meisten Power-User gerne etwas ultraportables nutzen würden, nur die Leistung der Geräte zum aktuellen Stand dies noch nicht sinnvoll ermöglicht.

Interessant in diesem Kontext ist auch der Ansatz „Mobile First“,bei dem man erst die mobile Version einer Webseite und dann erst die „PC-Variante“ entwickelt, um sicherzustellen, dass man  die wesentlichen Funktionalitäten im Vordergrund stehen:

http://www.lukew.com/resources/mobile_first.asp (13.06.2012)

http://blog.namics.com/2012/03/mobile-first-das-world-wide-web-wird-flugge.html (13.06.2012) bzw. http://www.namics.com/wissen/referate/designkantine-mobile-first/ (13.06.2012)

Neue Publikation: Benutzerorientierte Bibliotheken im Web

In der Reihe „Bibliotheks- und Informationspraxis“ des de Gruyter-Verlages ist neu der Titel „Benutzerorientierte Bibliotheken im Web – Usability-Methoden, Umsetzung und Trends“ erschienen. Das SII war mit Prof. Dr. Bernard Bekavac (Professor für Information Engineering an der HTW Chur) massgeblich an der Herausgeberschaft beteiligt – zusammen mit Prof. Dr. René Schneider von der HEG Genf und Dr. Werner Schweibenz vom Bibliotheksservice-Zentrum Baden Württemberg.
Neben der Herausgeberschaft ist das SII auch mit dem Artikel „Usability-Evalaution von Bibliothekswebsites“ von Thomas WeinholdSonja Hamann (Wissenschaftliche Mitarbeitende am SII) und Bernard Bekavac an dem Werk beteiligt.

 

Das Buch liefert einen umfassenden Überblick über theoretische und praktische Aspekte, die für die Konzeption, Entwicklung und Evaluation benutzerfreundlicher Webauftritte in der digitalen Bibliothekslandschaft von Relevanz sind. Zudem werden Trends erörtert, die das Potential haben, das Internet sowie die Bibliothekslandschaft nachhaltig zu verändern. Hierzu zeigen renommierte Fachexperten auf, wie Bibliotheken unter Berücksichtigung dieser Trends die Anwenderfreundlichkeite ihrer Online-Angebote optimieren können.

 

Weitere Informationen zu dieser Veröffentlichung finden Sie auf den Seiten des de Gruyter-Verlages.

© 2017 InfoWiss Chur

Theme von Anders NorénHoch ↑