HTW Chur - SII

InfoWiss Chur

Blog des Schweizerischen Institut für Informationswissenschaft

Werde ein Info-Held!

Passend zu den kommenden Informationsanlässen zu den „Information Science“-Studiengängen präsentieren wir das neue Werbevideo der „Info-Helden“. Mit von der Partie in diesem Video sind auch einige Studierende unseres Bachelor-Studiengangs sowie Besucher des Informationstages der HTW Chur im Januar 2012.

Die weltexklusive Premiere nun hier im InfoWissBlog:

Die Info-Helden auf YouTube

54 Kommentare

  1. Gut gemacht. Klingt nach High-Tech, sprüht Moderne aus, kann faszinieren. Leider ist jedoch die bestehende Ausbildung IuD (egal ob MaSc oder was auch immer angehängt) verstaubt, archivarisch, veraltet ist. Die Berufs-/Einsatzchancen sind heute sehr gering. Es sei denn, man(n)/frau will als MediothekarIn, BibliothekarIn, IuD-SpezialistIn in einer Uni-/Stadt- oder Gemeindebibliothek arbeiten. Wo denn sonst?
    Trotz aller Anstrengungen sollte das Motto gelten: „Ausbildung mit Anbindung“. Anbinden an was?

    • Die Uni Konstanz bildet ja auch Information Engineers aus. Jedoch mehr IT lastiger. Denke so leid es einem tut, aber die werden eine wirklich super Chance in der Wirtschaft haben. Was denen fehlt ist die BWL. Dort müsste man das auch noch einbauen. Aber ein Konstanzer Informationsengineer mit Master und BWL Kenntnisse wird sicher extreme Chancen haben.

  2. Nachtrag: „Absolventinnen und Absolventen übernehmen qualifizierte Leitungsfunktionen…“
    http://www.fh-htwchur.ch/sii-home/aus-und-weiterbildung/master/

    „….in/für Online Repositories“ = Bibliothek/Speicher?

    Ich würde gerne zu diesem Thema diskutieren. Wo finden wir Arbeit? In qualifiziertne Leiungsfunktionen? Als Führungskraft?

    • Wolfgang Semar

      16. März 2012 at 10:09

      Die Frage die hier erst geklärt werden muss ist: „Wer ist wir?“
      Die URL zeigt auf den konsekutiven Master of Science. Dieser Studiengang ist so konzipiert, dass neben einer Ausbildung in „Information Design“ oder „Information Asset Managemen“ die Absolventinnen und Absolventen zusätzlich eine Management Ausbildung als Führungspersönlichkeit erhalten. Sie finden Arbeit bei Datenbanhanbieter, Hostunternehmen und z.B. Fachinformationszentren. Darüber hinaus stehen je nach Vertiefungsrichtung ihnen Jobs offen bei Online-Unternehmen z.B. eBay (in ZH). Ob man sofort als Führungsperson eingestellt wird oder zuvor noch ein Trainee durchlaufen muss hängt von der Unternehmenskultur und der eigenen Persönlichkeit ab.

  3. Wolfgang Semar

    12. März 2012 at 14:11

    Mir ist es ein Rätsel, wieso man als IW-Berufsfelder immer zuerst an „BibliothekarIn und/oder ArchivarIn“ denken muss. Das „IW“-Berufsfeld ist doch viel grösser und umfasst in der Zwischenzeit auch sehr viele technische Berufszweige. Wieso will niemand „Global Head of Knowledge Management oder CIO“ werden oder in den grossen Bereich der Informationsvisualisierung gehen? Ich kann mir kaum vorstellen, dass es ein Traumberuf ist den Rest seines Lebens in einer Bibliothek oder in einem Archiv zu verbringen?

    • Liegt es vielleicht daran dass die meisten Absolventen aus Bibliotheken und Archive kommen? Wer vermittelt uns der Vorteil solcher Stellen? Anderseits: Wie steht es mit dem Interesse dieser Unternehmen (die IM und WM gross schreiben) an IW-Absolventen? Wie hoch ist der % von Studenten die einen Job in solchen Unternehmen finden, Unternehmen, die, meiner Meinung nach, als der „natürliche Absatzmarkt“ für IW-Absolventen gelten. Die IW-Ausbildungen sind dort einfach zu wenig bekannt.

      • Diskussion ist gestartet! Super. Für mich wäre es interessant zu erfahren, wo diese Absolventen tatsächlich einen Job finden. Wolfgang Semar spricht von CIO (Chief Information Officer). Leider denkt bei dieser Funktionsbeschreibung niemand an KM, professionelles IuD-Management etc. sondern CIO ist und bleibt der gängige Name für Chief IT (siehe Internet-Job-Portale). Wer hat eine Antwort?

        • meyer_daniel

          13. März 2012 at 9:48

          Das Problem liegt dabei dass der IW-Bachelor zu wenig bekannt ist in der Privatwirtschaft. Es liegt auch eindeutig daran dass IW-Ausbildungsinstitutionen und Unternehmen (= potenzielle Arbeitgeber) nicht die gleiche Sprache sprechen. Zudem gibt es bis heute keine taugliche Definition des IW und die vor allem ausführt was für einen Merhrwert herausspringt für Firmen die KM, WM etal. anwenden.Ich weiss dass bei IW-Abgänger bei Novartis arbeiten, bei RC und im Knowledge Center (ehem. Bibliothek Sk. Johann). Ich weiss von einer IW-Masterabgängerin die ihre Ausbildung in Frankreich absolviert hat und bei Actelion tätig ist, so wie ein Bachelorabgänger der dort für RC tätig ist. Ein Absolventen arbeitet bei Appletree. Ich habe dies im Rahmen einer Projektarbeit (PK 2011-2012, mit U. Naegeli/I.Macek) untersucht. Aus meiner Erfahrung ist es so dass KM, IM oder WM Abteilungen in der Firma wo ich tätig war, sich unabhängig von der interne Informationsvermittlungstelle entwickelt haben und keine Berührung mit dieser hatten (das war zwischen 2000 und 2003). Genug Stoff zur Diskussion?

    • Prof. Dr. Wolfgang Semar?
      Hochschule für Technik und Wirtschaft
      Fachbereich Informationswissenschaft
      MSc IS Studiengangsleiter
      Prof. Dr. habil. Wolfgang Semar

      Haben Sie DAS geschrieben?
      „Ich kann mir kaum vorstellen, dass es ein Traumberuf ist den Rest seines Lebens in einer Bibliothek oder in einem Archiv zu verbringen?“

      !!!!! Unglaublich diese Aussage!

      Diese Aussage irritiert mich sehr. Es ist erschreckend! Nicht tragbar! Es ist ein Traumberuf für zahlreiche Menschen! Mehrere hundert/tausend gut ausgebildete Menschen arbeiten in Bibliotheken und Archiven!

      • Wolfgang Semar

        13. März 2012 at 14:57

        Ja, DAS habe ich geschrieben. Es kann ja sein, dass dies ein Traumberuf für zahlreiche Menschen ist, aber für mindestens genauso zahlreiche Menschen ist dies nicht so.

        • Also mich macht es aus anderen Gründe stutzig. IW ist (für mich) eine natürliche Entwicklung aus Bibliotheks-wissenschaft undArchivwissenschaft und so lange dass es Bücher (auf Papier oder elektronisch)geben wird, braucht es Bibliothekare. Ich betrachte IWler als die Bibliothekare der Zukunft und es geht für mich nicht um Bücher, sondern um Information. Und darum geht es auch in Unternehmen die IM,WM. Das wirft aber viele Fragen aber wenig Antworten.
          Wo sind die Kontakte mit der Managementebene in der Privatwirtschaft die zu kooperative Forschungsprojekte führen könnte zwischen solche Unternehmen und IW-Ausbildungsinstitutionen? Forschungsprojekte bringen Praktikumsplätze mit sich. Die Chanzen dass aus einen Praktikumsplatz einen definitiven Job wird, sind gross. Viele IW-Absolventen in solchen Unternehmen erhöhen den Bekanntheitsgrad von Master & Bachelor (es braucht nicht jeder einen „Head of“ werden), was sich wiederum günstig auf die Zahl der zukünftigen IW-Studenten auswirken könnte. Und das erste Problem ist die Definition der IW. Wie kann man seine Kompetenzen verkaufen wenn man nicht erklären kann was IW ist, welcher Mehrwert er mit sich bringt und vor allem einen Unternehmen bringen kann. Wie gesagt viele Fragen, wenig Antworten¨
          Danièle Meyer IW09tz

          • Bibliothekarin

            13. März 2012 at 22:48

            Man kann sich auch fragen:
            Wenn das nicht die Ausbildung für BibliothekarInnen und ArchivarInnen sein soll bzw. ist, aber auch nicht die passende Ausbildung für die „Wirtschaft“: Ist es denn überhaupt eine (brauchbare) Ausbildung? Für mich fehlt bei dieser Ausbildung der Praxisbezug – und Führungsfunktionen lernt man nicht theoretisch!

          • Karsten Schuldt

            14. März 2012 at 11:28

            Den Vorwurf des fehlenden Praxisbezugs [im Kommentar auf diese Kommentar hier, den man aber nicht nochmal kommentieren kann…] (der mal ehrlich gesprochen gegen praktisch jede Hochschulausbildung im Bereich immer wieder formuliert wird, egal wie sehr sich die einzelnen Hochschulen darum bemühen, herauszufinden, was den mit diesem Wort eigentlich genau gemeint ist) finde ich nicht nachvollziehbar. Praxis lernt man in der Praxis, aber darüber zu reflektieren und in der Lage zu sein, Praxis zu verändern, lernt man im Studium. Das ermöglicht dann nicht nur „Führungsqualitäten“, sondern auch die Weiterentwicklung von Einrichtungen und Angeboten (egal ob in Bibliotheken oder der Informationswirtschaft) in einer reflektierten Weise. Und da ist nun mal wichtiger, dass man zum Beispiel FRBR versteht, als das man sofort weiss, welcher Befehl in welchem Bibliothekssystem die Fremddaten übernimmt. (Was sowieso im Handbuch steht.)
            Insoweit würde ich argumentieren, dass eine theoretische Ausbildung, wie sie an HTW, aber auch anderen Hochschulen angeboten wird, notwendig und sinnvoll ist.

  4. Schmackhaft „die Info-helden auf YouTube¨!
    Ich bin sicher viele werden sich anmelden. Wann kommt dann das Pendant um zukünftige Arbeitgeber (aus der Privatwirtschaft) auf Absolventen des Bachelor und des Master aufmerksam zu machen?

    • Wolfgang Semar

      13. März 2012 at 15:55

      Danke für die positive Einschätzung betreffend den Anmeldezahlen zum Studium und für die Zustimmung zum Werbespot. An dem Pendant für „zukünftige Arbeitgeber (aus der Privatwirtschaft)“ arbeiten wir gerade. Ich hoffe, dass wir einen solchen Spot noch in diesem Jahr realisiert bekommen.

      Und vielen Dank für Ihre Nennung von IW-Jobs ausserhalb der „traditionellen“ Job-Liste. Ich selbst kenne Personen, die bei Google, eBay, Online-Spieleanbietern, Data-Mining-Unternehmen, Online-Monitoring-Unternehmen und Online Forschungsinstitutionen (um nur einige zu nennen) ihren „Traumberuf“ gefunden haben.

      • Ich selbst habe 4 Jahre IW studiert und viele IWler kennen gelernt. Allerdings kenne ich nur eine Person, die ausserhalb von Bibliothek oder Archiv arbeitet. Informationswissenschaft ist und bleibt auch und vor allem Bibliothek und Archiv. Und was soll daran verstaubt sein? Das sind die meisten Bibliotheken (und BibliothekarInnen) zum Glück schon lange nicht mehr. Auch das wird gelehrt an der HTW. Umso heikler finde ich die Aussage von Herrn Semar.

        Zum Werbefilm nur so viel: er wird wohl kaum Erwachsene ansprechen…

        • Wolfgang Semar

          14. März 2012 at 12:18

          Nun, ich selbst habe ebenfalls IW (allerdings in D) studiert und anschliessend in IW promoviert und habilitiert. Dabei habe ich ca. 400 Studierende durch ihr Studium begleitet, davon sind ganze 3 in Bibliotheken gelandet. Und diese 3 sind in der Zwischenzeit mitverantwortlich für die IT in ihren Bibliotheken, was nach meinem Verständnis keine klassische „Bibliotheksarbeit“ darstellt. Der grosse Rest hat z.B. Jobs bei Siemens, Bosch, SAP, Daimler, BMW, 1&1, Web.de, eBay, Online-Unternehmen, diversen Verlagen, Banken, Versicherungen und in vielen Forschungsinstitutionen gefunden.

          Vielleicht liegt es auch daran, dass in D zumindest an Universitäten (ausser der Humboldt) die IW nicht als „eine natürliche Entwicklung aus Bibliothekswissenschaft und Archivwissenschaft“ (s. Beitrag von Danièle Meyer von oben) angesehen wird, sondern als ein Studium, dessen Kern die „Information“ und damit verbunden deren Auswirkung auf Produktion, Märkte, Menschen, Umwelt, Politik, Gesellschaft, Unternehmen, Technologie und natürlich auch deren wechselseitigen Einfluss ist. Mehr zu diesen Themen unter Kapitel E „Information im Kontext“ ab Seite 681 im sogenannten „KSS“ in der 5 Auflage. Schön zu erkennen ist Ansatz der IW in dem neu aufkommenden Forschungsgebiet der „Web Science“.

          Der Ansatz, dass die Informationswissenschaft eine natürliche Entwicklung aus Bibliothekswissenschaft und Archivwissenschaft ist, ist interessanterweise vor allem ein Gedanke, den man in erster Linie in der Schweiz findet. Was sicherlich daher kommt, dass man in Chur der bereits vorhandenen Bibliotheks- und Archivwissenschaft zunächst „nur“ einen anderen Namensmantel übergestülpt hat. An deutschen und österreichischen Hochschulen hat man dies so nicht gemacht. Schaut man sich z.B. das relevante Institut an der Humboldt-Universität zu Berlin an, so nennt sie selbiges „Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft“. An der HdM in Stuttgart heisst der Studiengang „Bibliotheks- und Informationsmanagement“. Was will ich damit sagen: Informationswissenschaft ist nicht automatisch mit Bibliothekswissenschaft und/oder Archivwissenschaft gleichzusetzen. Selbst in Chur wird dies nicht gemacht, auch hier gibt es die Vertiefungen Bibliothekswissenschaft, Archivwissenschaft, Informationsmanagement und Information Engineering. Und ich wage zu behaupten, wer eine der beiden letztgenannten Vertiefungen studiert hat wird wohl kaum eine Bibliothek oder Archiv als seinen zukünftigen Arbeitsplatz ansehen bzw. auswählen, wie mir sicherlich Herr Nathanael Hofer bestätigen wird.

          • Karsten Schuldt

            14. März 2012 at 16:54

            Hier muss ich aber dem letzten Absatz widersprechen. Die Vorstellung, dass Informationswissenschaft aus der Bibliothekswissenschaft erwachsen ist, wird auch ausserhalb der Schweiz vertreten. Immer wieder einmal werden bibliometrische Studien dazu angestellt, die zeigen, wie dereinst Bibliotheksthemen in wissenschaftlichen Arbeiten des Feld im Mittelpunkt standen und dann langsam verdrängt wurden. Ein aktuelles Beispiel:
            Finlay, C. S., Sugimoto, C. R., Daifeng, L., & Russell, T. G. (2012). LIS DISSERTATION TITLES AND ABSTRACTS (1930-2009): WHERE HAVE ALL THE LIBRAR GONE?. Library Quarterly, 82(1), 29-46.
            Abstract: „This article examines the topicality of Library and Information Science (LIS) dissertations written between 1930 and 2009 at schools with American Library Association (ALA)–accredited university programs in North America. Dissertation titles and abstracts were examined for the presence of library-related keywords drawn from the core curricula of ALA-accredited schools, and trend data were created to describe the evolution of LIS doctoral research over the past eighty years. The results show that the percentage of dissertations found to contain no instance of any of the selected library keywords has steadily risen since 1980. Simultaneously, the percentage of dissertations found to contain instances of keywords in both the title and abstract has steadily declined. The results provide general empirical support for long-held anecdotal assertions that libraries are no longer the primary research focus at the doctoral level in LIS.“
            (Weitere Beispiele können gerne nachgereicht werden. Immerhin können wir als IWler ja Datenbanken bedienen.)
            Auch ich bin ein grosser Freund der Ausweitung des Themenfeldes und denke nicht, dass Bibliotheken in der Ausbildung in der IW immer im Mittelpunkt stehen sollten (als Bibliothekswissenschafter, wohlgemerkt). Aber historisch ist es schon richtig, eine Entwicklung der Informationswissenschaft aus der Bibliothekswissenschaft zu benennen. Die Frage ist nur, ob das auch die Zukunft determinieren muss.
            (Und bei der Humboldt-Universität stelle ich mal die informierte These auf, dass es bei den internen Debatten um die Umbenennung in „Bibliotheks- und Informationswissenschaft“ auch genügend Stimmen gab, die das „Bibliotheks-“ gerne gestrichen hätten.)

          • Wolfgang Semar

            15. März 2012 at 12:09

            Es war mir völlig klar, dass ein „Humboldtianer“ das so interpretieren wird! ;-)

            Aber wenn du meine Worte genau liest, dann siehst du, dass ich schreibe, dass die IW keine „natürliche Entwicklung aus Bibliothekswissenschaft und Archivwissenschaft“ ist. Du hingegen schreibst, dass die „Informationswissenschaft aus der Bibliothekswissenschaft erwachsen ist“, das sind zwei verschiedene Ansätze. Letzteres würde ich sogar bis zu einem gewissen Teil mittragen. Die IW bedient sich in vielen Bereichen einiger Methoden der Bibliothekswissenschaft, so z.B. beim Klassifizieren oder Thesauri. Schauen wir uns aber Methoden wie Indexierung, Retrieval, Texterkennung, Bilderkennung, soziale Netzwerkanalyse, Web Monitoring, Informationsvisualisierung, Marktverhalten bei vollkommener Information oder gar ethische Informationsaspekte an, so sind wir gleich in Fachgebieten wie z.B. Informatik, Computer Linguistik, Design, Ökonomie oder gar „Philosophie“ um nur einige zu nennen.

            Das Information Retrieval gilt (spätestens seit den Forderungen aus dem Weinbergreport) als die „Geburtsstunde der Information Science“, indem man versucht hat, wissenschaftlichen Veröffentlichungen in Datenbanken nachzuweisen (später sogar als Volltext abzuspeichern) und recherchierbar zu machen. Natürlich kann man sagen, dass die Publikationen vorher in Bibliotheken standen (und teilweise jetzt auch noch) und so die Entwicklung der IW aus der Bibliothek erwachsen ist. Das trifft die Tatsachen aber eben nur zum Teil. Der andere Teil (und der ist in der Zwischenzeit der grössere IW-Anteil) kommt eben aus anderen Fachbereichen. Und gerade aus diesen weiteren Fachgebieten, auf die sich viele unterschiedliche informationswissenschaftliche Wissenschaftler fokussiert haben (Regensburg, Düsseldorf, Hildesheim, Saarbrücken, Konstanz) fliesst derzeit viel mehr in die Bibliothekswissenschaft hinein (RFID, NFC, Web-Technologien, Optimierung von Katalogen, E-Books, E-Reader, uvm.).

            Und jetzt noch mal zurück zur Informationswissenschaft. Schauen wir uns mal die Pioniere und Gründer der deutschsprachigen IW an, so fallen hier Namen auf wie Henrichs (Philosophie), Kuhlen (Philosophie), Krause (Informatik), Rauch (Mathematik, Statistik), Wersig (Publizistik) und Zimmermann (Sprachwissenschaft, Informatik) auf. Nur Thomas Seeger (Gründungsdekan der Informationswissenschaft an der Hochschule in Darmstadt) hat neben Soziologie noch Bibliothekswissenschaft studiert.

            Kommen wir noch auf die folgende Aussage zu sprechen: „Und bei der Humboldt-Universität stelle ich mal die informierte These auf, dass es bei den internen Debatten um die Umbenennung in „Bibliotheks- und Informationswissenschaft“ auch genügend Stimmen gab, die das „Bibliotheks-“ gerne gestrichen hätten.“ Dazu kann ich nur sagen, gut dass man das nicht gemacht hat, denn wenn ich die Lehrinhalte ansehe, so stelle ich fest, dass diese überwiegend aus der Bibliothekswissenschaft stammen. Zudem steht auf den Webseiten des Instituts „Die Bibliothekswissenschaft strebt eine enge Kooperation und Abstimmung mit Bereichen innerhalb und außerhalb der Universität an, die sich mit Informationsverarbeitung, Wissensorganisation und -archivierung auf der Basis digitaler Medien beschäftigen.“ Ich interpretiere das so, dass man sich selbst wohl mehr als Bibliothekswissenschaft ansieht?

          • Das denke ich auch. Gemäss den behandelten Modulen nützt einem das Informations Engineering auch im Archiv nicht viel. Das ist ja mehr für moderne Medien da. Aber in diesem Umfeld kennt fast niemand IW Wissenschaft. Entweder sind es bsp. Redaktoren oder Webdesigner, Webmaster, Content Manager wo aber die Anforderung wieder in die Informatik fliesst mit HF Abschluss oder berufserfahrung mit vertieften Kenntnissen mit Typo3, Drupal, etc. HTML, CSS, PHP oder sogar Javascript und Java, C# und die ganzen Tiefen wo man da erreichen kann. Und dann überlegt man sich als Firma zweimal wenn man eine Bewerbung sieht: Informatiker oder IW? Lieber Informatiker hat man mehr davon, der kann ja viel mehr. Daher ist die Informationsarbeit extrem wichtig. Der Nutzen ist in den Unternehmen noch nicht so bekannt. Gibt man bei Jobscout oder Stellen.ch einen Begriff ein in diesem Bereich kommen entweder Wirtschaftliche Stellen, Journalistische Redaktionelle oder Informatik / Wirtschaftsinformatiker Stellen.

      • Gern geschehen, ich bin gespannt auf den Film. Und nur so zur Info, ich komme aus der Privatwirtschaft, aus einem Agrochemischen Unternehmen (Syngenta, früher Novartis, Ciba und Ciba-Geigy, ich war dort 17 Jahre lang tätig bis meine Stelle im Rahmen einer Restrukturation gestrichen wurde) und möchte einfach nach dem Studium in dieser Sparte tätig sein, trotz der immerwiederkehrende Restrukturationen.

    • Das Problem ist doch, dass der Studiengang Informationswissenschaft zu wenig Technik lastig ist. Ich habe mal herumgesurft und meistens wird in der Schweiz als Content Manager, Informations Manager, etc. ein Informatik oder Wirtschaftsinformatik Studium erwarten mit Hintergrundwissen. Im IW Studium weiss man danach zwar wie Daten aufbereitet etc. werden, aber die Technik fehlt.Da meistens Wirtschaftsinformatiker in Firmen entscheiden was mit den Informationen geschieht und diese Studiengänge werden zur Zeit extrem gepusht an den FH’s. Da denke ich ein IW’ler hat weniger zu sagen aus ein Wirtschaftsinformatiker, da dieser mehr vom Fach, sprich Technik versteht. CRM, CMS, ECM etc. Systeme. Die nehmen dort auch alles durch.
      Jedenfalls in der Privatwirtschaft. In der Schweiz ist dieser Studiengang auch viel zu wenig aktuell in vielen Betrieben. Die wissen nicht was damit anzufangen ist. Da holt man sich lieber ein Informatiker der ETH, der auch Datenbankabfragen machen kann, Projekte führen und Archivsysteme einführen kann. Vor allem wens um Archivsysteme geht, wollen viele Firmen halt nun auch Programmiererfahrung, Unix/Server Erfahrung, etc.
      Denke der Studiengang in Kombination mit Informatik wäre genial. Aber alleine sind die Berufsschancen in der Privatwirtschaft nicht sehr rosig.

      • Ich weiss von einem ehemaligen IW(Vollzeit) Absolventen dass im IW Curricula in Deutschland XML unterrichtet wird für 5 ETCS. @ Multisync: Ich bin mit Deine Kommentare einverstanden, das höre ich auch von Kolleginnen und Kollegen um mich herum.

        • Nun eben was tun? Soll man jetzt Informationswissenschaft studieren oder nicht oder lieber Wirtschaftsinformatik? Das ist die Frage. Beim Wirtschaftsinformatiker ist die Problematik das extrem viel BWL ist, was nicht umbedingt mein Ding ist und auch nicht wirklich ein Info Studium in Frage kommt, da dies zu fest in die Tiefe geht. Eigentlich wären die Themen beim IW sehr genial. Aber danach findet man nichts wo man will? Der Traum würde sowieso Richtung Web gehen. Da sind die Deutschen auch viel weiter. Die haben Medieninformatik, etc. als Studienrichtungen. Es ist wirklich mühsam. Ein Info Studium nützt auch wenig wenn man C++ Programmiert und schlussendlich in die Web Welt umsteigen möchte. Aber die Berufsschancen und Weiterentwicklungen sind eben viel grösser.

          Denke die IW ist extrem ausbaufähig, aber in der Schweiz noch viel zu verknorzt. Der Trend geht Richtung Digitalisierung, Web, Internet, Content Managment Systems und nicht nur physische Archive. Diese benötigt es auch, daher ist die Vertiefung Archiv sicher gut. Aber nicht für alle. Denke in zwei Jahren wird der ganze Mark umgebaut sein und die Studiengänge angepasst von Info-IW Bachelor’s.
          Auch bei den Info Studien ist in der Schweiz sehr System lastig. Server Architekturen, Softwareprogramming auf Java, etc. aber die Webentwicklung ist noch nicht wirklich integriert und zwar von den FH’s A – Z. Dann überlegt sich muss man dann zwei Bachelor’s machen um das Optimum herauszuholen?
          IW und Kommunikation? Oder IW mit Wirtschaftsinformatik. Das kann doch auch nicht sein. Dem IWler fehlt eben schon noch viel. Mühsahm. Ansonsten muss man wirklich abwarten und schaun ob sich der Markt weiterentwickelt und der Studiengang oder einfach ins Wasser springen und anfangen. Evt. sieht es in 4 Jahren anders aus und die IW Wissenschaft ist mehr etabliert auch in der Schweiz.
          Da das Spektrum der Einsatzgebiete enorm wären. Nur werden sie noch nicht genutzt. Ausserdem gibt es nicht so viele Archive in der Schweiz und wenn leitende Funktionen da sind, sind sie meistens durch BöK’s oder IT’lern besetzt oder anderen Geisteswissenschaftlern. Aber nicht IW’lern.
          Oder sehe ich da einfach nur schwarz im Markt?

          • Vielleicht…… wir leben aber in einer Zeit wo immer mehr technisches Know-How am Arbeitsplatz verlangt wird, dieses Know-How geht weit über das reine Anwenderwissen hinaus. Ich finde dass ein potenzieller markt für IW gegeben ist. IM, WM, KM-Abteilungen gibt es schon lange in Unternehmen…..

          • IW und Kommunikation? Doch, doch …

  5. Nathanael Hofer

    13. März 2012 at 21:05

    Der Werbefilm ist von Inhalt und Aufmachung her vermutlich eher an ein jüngeres Publikum gerichtet. Ich gehe mal davon aus, dass seine Wirkung anhand einer entsprechenden Fokusgruppe aus 17 bis 18-jährige FMS- und BMS-AbsolventInnen mit positivem Ergebnis (z.B. „weckt Interesse“) getestet wurde. Das dürfte also passen.

    Zu den Einsatzmöglichkeiten in der Privatwirtschaft: Bei der Credit Suisse können sich studierte InformationswissenschaftlerInnen (je nach individuellen Interessenschwerpunkten und zusätzlich nachweisbaren Fähigkeiten) für ganz unterschiedliche Stellen bewerben. Business Units, für die IW Alumni aus meiner Sicht prädestiniert sind, umfassen beispielsweise das physische Archiv, das elektronische Langzeitarchiv, das Economic & Business Information Center, das Web Advisory, das Web Strategy Management, die Business Information Systems, die Collaboration Technologies sowie die IT Jobfamilie der Requirements Engineers.

    In Anbetracht derzeitiger (meist IT-getriebener) Trends wie Enterprise 2.0, Collective Intelligence oder Big Data dürften ausserdem auch die projektbasierten Einsatzmöglichkeiten von InformatikerInnen mit IW-Studienhintergrund zunehmen. Ein persönliches Beispiel: http://www.naveco.ch/2012/02/01/effiziente-nutzung-von-kollektivem-wissen-durch-soziale-verschlagwortung-in-intranet-portalen

  6. Geschätzte Kolleginnen und Kollegen
    Ich finde diese Diskussion horizonterweiternd und wichtig, sehr wichtig – für mich jedenfalls (bin ein verstaubter, praxiserprobter IuD-er – mit 25-jähriger IuD-Erfahrung). Ich habe mit grossem Interesse die Beiträge gelesen (wahrscheinlich würde man hier „spannend“ sagen – spannend ist für mich ein Krimi). BIG SMILE. Scherz bei Seite – die Entwicklung ist sehr unterschiedlich. Einerseits gibt es die Hardliner (ich bezeichne sie als die „herkömmlichen“ IuD-Spezialisten), auf der anderen Seite die IT-lastigen IW-ler. Meine Frage: um die Zukunfttrends zu meistern, müsste man zuerst eine IT-Ausbildung absolvieren um dann irgendwelche Web-/Social Media-Tools etc. zu betreuen? Mir fehlt die praxisbezogene Anbindung von „Informationsmanagement zur Privatwirtschaft“ –> Kommunikationsbeauftragter, Medienbeobachter oder gemäss Prof. Dr. Semar ein CIO in der Privatwirtschaft.

    • Wolfgang Semar

      16. März 2012 at 10:28

      Sie müssen eben nicht zuerst „eine IT-Ausbildung absolvieren um dann irgendwelche Web-/Social Media-Tools etc.“ betreuen zu können oder „die Zukunfttrends zu meistern“. Sie sollten aber zuimindest als IW-Studienanfänger die Bachelor-Vertiefung „Information Engeneering“ wählen. Falls sie eine der drei anderen Vertiefungen gewählt haben, oder gar einen Quereinstieg vor haben, dann empfehle ich unbedingt den MSc IS zu absolvieren. Dort werden sie fit gemacht für die Zukunft und den Umgang mit „Web-/Social Media-Tools“.

      • Nathanael Hofer

        16. März 2012 at 17:25

        Ein Studium befähigt meiner Ansicht nach in den seltensten Fällen zum Umgang mit genau den im später gewählten Beruf vorausgesetzten Tools. Die Fülle an Applikationen in nahezu jedem beliebigen Anwendungsgebiet ist dafür schlicht zu gross. Viel eher sollten IW-Alumni aufgrund ihrer Ausbildung in der Lage sein, sich in einer möglichst kurzen und selbständiger Einarbeitungsphase alle vom Unternehmen für die Arbeitsrolle vorgesehenen und zur Verfügung gestellten Software-Werkzeuge effektiv und effizient einsetzen zu können. Flexibilität steht im Rahmen des digitalen Arbeitsplatzes nach meiner (zugegeben erst sehr kurzen) Erfahrung hoch im Trend.

  7. Erst zur info: bis um das Jahr 2000, als Herr Herget die Studienleitung des (noch nicht so genannten) IW-BSc übernahm, enthielt der Name diesen Studiengangs I&D. Vielleicht kann mir U. Naegeli auf die Sprünge helfen. Soweit zur „historischen“ Entwicklung.
    Radasits spricht von einer fehlenden praxisbezogene Anbindung und DAS ist DAS Schlüsselwort zu dieser Diskussion. In Deutschland ist das Fach anerkannt wird und Jobs für IW-Absolventen werden in grosssen Firmen angeboten. (wie WS zitiert). Die Lage ist der Schweiz ist unterscheidlich und bedarf auch eine andere Strategie. Ich möchte hier auf die Projektarbeit der IW08tz die das Thema „Bekannheitsteigerung der IW in den Bereichen I&W: Identifikation der Arbeitswelt und Potenziale für die IW in Chur“ behandelt hat. Da wurden verscheidenen Sparten untersucht. (PK 11-12 Naegeli und I. Macek). Ich habe in dieser Diskussion im Blog unter anderem für kooperative Forschungsprojekte plädiert (bei den Antworten herrschte Funkstille), ich plädiere auch für die Erarbeitung einer praxisbezogene Definition für die IW (ich frage mich wirklich warum ist das Sujet „Tabu“ ist ) und vielleicht ein bisschen mehr PR… Auch ich fand diese Diskussion spannend. Hat in diesem Blog je einen Beitrag so viel Interesse – und ja fast Leidenschaft – geweckt?

    • Wolfgang Semar

      16. März 2012 at 10:38

      Sie bringen die Sache auf den Punkt: „Die Lage ist in der Schweiz unterschiedlich“. Hier wird in der Tat automatisch Informationswissenschaft mit Bibliothekswissenschaft gleichgesetzt. Was eben ausserhalb der Schweiz nicht der Fall und auch richtig ist. Und so sehr man in der Schweiz auf eigene Sicht auf die IW bestehen mag, so sehr bekommt die IW damit ein Problem. Zum Einen bekommen wir derzeit nicht mehr genügend Studierende die sich für Bibliotheken und Archive als Arbeitsplätze interessieren und zum anderen ist in der Schweiz (wie Sie ja auch deutlich gemacht haben) nicht das Bewusstsein vorhanden, dass die IW sich zunehmend auch ausserhalb der traditionelen Berufszweige dem Produkt „Information“ und widmet und vorallem widmen muss! Ich geben Ihnen vollkommen recht, hier muss noch einiges an PR gemacht werden. Der Trailer (der ja letztendlich der Auslösser dieser gelungenen Diskussion war) soll dazu ein Anfang sein.

  8. Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Semar
    „Der Trailer (der ja letztendlich der Auslösser dieser gelungenen Diskussion war) soll dazu ein Anfang sein.“
    So ist es!
    Das ich den Anfang gemacht habe, ist reiner Zufall. Es braucht eine angeregte Diskussion (event. auch angreichert mit einigen provokativen Aeusserungen – mit vielen Ausrufezeichen). Mein Frage nun an Sie/an die Kollegen: existieren konkrete Iniativen/Massnahmen um unsere Branche in der „Privatwirtschaft“ schmackhaft zu machen? Wie können wir z.bsp. die Banken/Versicherungen anstecken/begeistern?

    • und auch in den restlichen Sparten in der Privatwirtschaft bitte schön……

      • Wolfgang Semar

        20. März 2012 at 11:28

        Ja, es bestehen erste Ideen um die IW der Privatwirtschaft schmackhaft zu machen. Wir hoffen dieses Jahr noch mit den entsprechenden Aktionen starten zu können (was auch dringend notwendig wäre).

        • Nathanael Hofer

          20. März 2012 at 13:05

          Ein positiver Nebeneffekt für die HTW-eigenen IW-Studiengänge ist aus meiner Sicht ausserdem von den Bemühungen anderer Hochschulen zu erwarten, neue Studiengänge im Bereich „Data Science“ aufzubauen.

          Über das Thema der Ausbildung habe ich mich erst letzte Woche am simsa Late Afternoon Talk zum Thema „Big Data – Big Business?“ mit den beiden dortigen Referenten unterhalten, die mir (und damit natürlich indirekt allen IW-AbsolventInnen!) immerhin beide zu meinem „zukunftsträchtigen Studium“ gratulierten. Es besteht also Grund zur Hoffnung. ;)

          http://simsa.ch/2012/02/24/big-data-big-business-einladung-zum-simsa-late-afternoon-talk-vom-15-maerz-2012

          • Ist ganz ohne Ironie und Zweideutigkeit zu interprätieren:-)

          • Wolfgang Semar

            21. März 2012 at 10:57

            Das zeigt aber auch, dass wir (die IW) mit einer breiteren Ausrichtung (nicht nur auf Bibliotheken und Archive als Berufsfeld) richtig liegen. Schliesslich geht es um das Produkt „Information“ und die wird aus „Daten“ generiert in dem diese von Informationswissenschaftlerinnen und Informationswissenschaftler handlungsrelevant aufbereitet werden. Zunehmend sind eben diese Daten digital (im Internet) was notwediger Weise dazu führt, dass gerade IWler auch auf dieser Ebene ausgebildet werden müssen. Der Abbauort des Rohstoffs Daten aus dem Information gewonnen werden hat sich geändert und damit die Werkzeuge und Arbeitsmethoden die zur Rohstoffgewinnung und deren Veredelung notwendig sind.

          • Nathanael Hofer

            21. März 2012 at 12:45

            Gute Analogie! :)

          • Sehe dies auch als notwendig. SQL Querys muss wohl ein IW Abgänger beherrschen. Heute sind nicht nur mehr physische Bücher die man von Hand aus dem Regal nimmt vorhanden. Nein die Infos stecken in Datenbanken. Reports werden generiert. Wie? Durch DB Querys. In dieser Hinsicht ist der Wirtschaftsinformatiker wieder einen Schritt voraus, da das gewicht im Studium mehr darauf gelegt wird. Sogar eigene Scripte schreiben was beim Informations Engineering sinnvoll ist.

            Mir macht einfach Sorgen, dass (habe Background IT Lehre) das technische Knowhow zu wenig ist (auch in zukünftigen Bibliotheken) damit man mit den anderen ITler , Wirtschaftinfor von FH’s /UNI / ETH mithalten kann. Weiter überschneidet sich die Kompetenz bei Social Media Gebieten mit Studiengängen aus Betriebsökonomie (Vertiefung Kommunikation und Marketin) und Journalismus.
            Denke das IW Studium ist extrem interessant, wenn es noch interdisziplinärer aufgebaut wird. Neuste Trend müssen rein. Sonst überholt einem halt doch der ITler der FH. Der kennt zwar das IW Handwerk nicht so gut, jedoch wird vom ITler sowieso erwartet, dass er sich in kürzester Zeit mit etlichen Themen auseinandersetzt und neues lernt.
            Da muss die HTW also noch wirklich Gas geben!

        • Es freut mich echt zu lesen dass Sie es als dringend notwendig ansehen.

        • Super! Bin sehr gespannt.

  9. …ja natürlich! :-)

  10. Zitate:
    Zum Thema: von der Theorie zur Praxis! Wir müssen praktizieren und nicht …….?

    „Immer wieder einmal werden bibliometrische Studien dazu angestellt, die zeigen, wie dereinst Bibliotheksthemen in wissenschaftlichen Arbeiten des Feld im Mittelpunkt standen und dann langsam verdrängt wurden.“

    „Und jetzt noch mal zurück zur Informationswissenschaft. Schauen wir uns mal die Pioniere und Gründer der deutschsprachigen IW an, so fallen hier Namen auf wie Henrichs (Philosophie), Kuhlen (Philosophie), Krause (Informatik), …“

    „…das Web Advisory, das Web Strategy Management, die Business Information Systems, die Collaboration Technologies sowie die IT Jobfamilie der Requirements Engineers“

    Ich behaupte – nein ich weiss es: Entscheidungsträger in der Privatwirtschaft wollen Praxis, Lösungsvorschläge, Optimierungen, Effizienszsteigerung – und keine wissenschaftlichen Abhandlungen/Theoretiker.

    • meyer_daniel

      17. März 2012 at 8:52

      Ein Thema war die Flexibilität (in einem früheren Beitrag von N. Hofer) um sich an die Praxis anzupassen. (Flexibilität wird von allen verlangt angefangen von der Putzfrau und der Kassiererin, bringt mich kaum weiter wenn ich mich für ein Job bewerbe). Bevor man aber die Möglichkeit hat sich einzubringen, seine Flexibilität zu demonstrieren, sollte im Vorfeld (beim HR Mensch der die Bewerbungen durchsieht) ganz klar sein was das IW Studium (Bachelor und Master) beinhält und die Vorteile die für das Unternehmen herausspringen. So kann das ein positives Kriterium werden, der dann für den Absolventen spricht und ihn vielleicht vielleicht zum Jobinterview verhilft.
      ==> W. Semar: Diese Konkrete Massnahmen die Radasit anspricht, die ich bereits andeutete, verdienen, meiner Meinung nach einen eigenständigen Blogbeitrag. Es wird langsam aber sicher schwierig sich durch die Kommentare durchzuarbeiten.

      Danièle Meyer/IW08tz/ XING7Facebook

      • Nathanael Hofer

        17. März 2012 at 18:28

        Flexibilität: Absolut einverstanden, Danièle. Ich wollte damit bloss anmerken, dass das IW-Studium meiner Ansicht nach eher die Fähigkeit vermitteln sollte, sich den Umgang mit einer beliebigen Software möglichst rasch anzueignen, als ein paar Applikationen (aus welchem Bereich auch immer) bis ins Detail zu kennen.

        Massnahmen: Würde ich auch gerne in einem separaten Beitrag diskutieren. Gerade die Projektkurse (mit externen Auftraggebern aus der Berufspraxis) im Bachelor-Studiengang könnten in ihrer Anzahl und/oder ihrem Umfang nach meinem Dafürhalten noch ausgebaut und nicht zuletzt besser „vermarktet“ werden. Die FHSG präsentiert die Praxisprojekte ihrer auszubildenden WirtschaftsinformatikerInnen beispielsweise anhand professionall geschriebener und gestalteter PR-Berichte mit Management Summaries und Client Testimonials: http://www.fhsg.ch/wtt.nsf/de/referenzen

        • Ja Nathanael, ich teile Deine Meinung bezüglich Ausbau der Projektkurse. Die Teilnahme von externe Auftraggeber oder Consultants ist da unerlässlich. Schon bei einem Clip wie die Info-Helden in einer Version für potentielle Arbeitgeber schein es mir ohne externes Input schwer die richtige Sprache (eben IW businesslike erklärt), die richtige Argumente (wie helfen wir als IW-Absolventen Probleme wie die Informationsflut oder der Verlust von Wissen wenn ein MA das Unternhmen verlässt) zu lösen, die richtige Kommunikationsebene und das richtige Medium auszuwählen. Der CIO der dieses Infoprodukt erhält sollte sich sofort sagen: solche Leute brauchen wir.

        • Wolfgang Semar

          20. März 2012 at 11:32

          „Die FHSG präsentiert die Praxisprojekte ihrer auszubildenden WirtschaftsinformatikerInnen beispielsweise anhand professionall geschriebener und gestalteter PR-Berichte mit Management Summaries und Client Testimonials“. Genau sowas haben wir unseren Studiernden auch vorgeschlagen, nun raten Sie mal wie die Antwort lautete?!!

          • Nathanael Hofer

            20. März 2012 at 13:13

            Schade, dass die Studierenden dafür nicht zu gewinnen waren. Was waren denn ihre Gegenargumente? Mir persönlich fällt es schwer, die ablehnende Haltung nachzuvollziehen. Die Texte hätten ja nicht zwingend veröffentlicht werden müssen, sondern auch als Beilage zu den CVs der AbsolventInnen bei deren Bewerbungen ihren Zweck erfüllen können.

          • Auch ich finde es schade. Sollte ich das so machen, würde ich sicher ein bisschen über den eigenen Schatten springen, aber wie Nathanael schrieb, das macht sich echt gut auf einem Lebenslauf. Ich habe im Rahmen eines Projektkurs Bibliotheken anhand Mystery-Shopping bewertet. Das wurde auf einer Internetsite publiziert. Es ist notwendig über dieses Gefühl den man haben kann,-dass ist nicht gut genug usw. – anzukämpfen. Auch wenn man den Risiko eingeht sich in Gefahr zu geben Kritik zu ernten.

        • Wolfgang Semar

          21. März 2012 at 14:12

          „Massnahmen: Würde ich auch gerne in einem separaten Beitrag diskutieren.“ Dann wird es aber Zeit einen eigenen Thread zu gründen. In diesem IW-Blog kann jeder mitschreiben, nicht nur kommentieren! Einfach registrieren (falls noch nicht geschehen) und es kann nach der Freischaltung losgehen: http://blog.informationswissenschaft.ch/wp-login.php?action=register

  11. Ich wünsche allen einen guten Wochenstart.
    Hier noch eine amüsante, kostenlose Werbung für den Berufszweig Bibliothekare:
    „Perez Hilton postete auf seinem Blog das Video zu Stefanies neuer Single «Diggin’ in the Dirt» mit der Überschrift: «Die neue Stefanie Heinzmann! Die sexy Schweizer Bibliothekarin ist zurück.»
    http://www.20min.ch/people/schweiz/story/-Hoert-den-Song-der-sexy-Bibliothekarin—18511082

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